„Mal auf etwas Neues einlassen“

Warum Tobias Delventhal jetzt unter seinem Vater bei der SG Unterstedt spielt

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Tobias Delventhal will mit der SG Unterstedt durchstarten. Gegen den TV Stemmen steigt Sonntag das erste Spiel. 

Unterstedt - Von Matthias Freese. Tobias Delventhal und der Rotenburger SV – diese Beziehung hielt mehr als zehn Jahre. Auch in der Oberliga spielte der Stürmer bereits für den Wümme-Club, zuletzt in der Bezirksliga für die Reserve. Nach dem Abstieg entschied sich der gebürtige Westerwalseder jedoch für einen Vereinswechsel und schloss sich dem Kreisliga-Aufsteiger SG Unterstedt an. Wie es ist, von Vater Uwe Delventhal trainiert zu werden, verrät der 27-Jährige vor dem Saisonauftakt seines neues Teams im Interview.

Wie ist es denn so, unter dem eigenen Vater zu spielen?

Tobias Delventhal: Ich habe mir im Vorfeld Gedanken gemacht. Wir verstehen uns ja so gut, dass ich mir den Wechsel vorstellen konnte. Und das hat sich bestätigt. Wir ziehen an einem Strang, tauschen uns viel aus. Es gibt keine Probleme.

Wie lange hatte Ihr Vater denn schon angeklopft?

Delventhal: Schon etliche Jahre. Eigentlich, seitdem er es in Unterstedt mit aufgebaut hat.

Und ist es das erste Mal, dass Sie zusammenarbeiten?

Delventhal: Nein, zuletzt habe ich bei der JSG KAWU in der D-Jugend unter ihm trainiert. Ab der C-Jugend war ich dann beim RSV.

Einige erwarten sicher viele Tore von Ihnen. Was ist Ihre Aufgabe im Team?

Delventhal: Ich glaube schon, dass eine gewisse Erwartungshaltung da ist. Aber es steht für mich nicht im Vordergrund, die Mannschaft mit 30 Toren zum Ligaverbleib zu schießen. Ich möchte, dass die junge Mannschaft sich entwickelt. Ich versuche, den Jungs meine Erfahrungen, die ich in all den Jahren in Rotenburg sammeln durfte, zu vermitteln. Und die Jungs hören mir auch zu. Ich bin schließlich auch der Älteste im Kader.

Was waren außer den familiären Erwägungen Ihre Beweggründe, die Reserve des RSV zu verlassen und sich Unterstedt anzuschließen?

Delventhal: Der Unterstedter Aufstieg und der Abstieg mit Rotenburgs Reserve. Außerdem hatte ich das Bedürfnis, mich mal auf etwas Neues einzulassen, nachdem ich fast mein ganzes Leben in Rotenburg gespielt habe.

Was macht denn die SG Unterstedt aus, wo liegt der Unterschied?

Delventhal: Es ist alles ein bisschen dörflicher hier. Wir haben auch nur zwei Plätze für die drei Herren- und die ganzen Jugendmannschaften, in Rotenburg gibt es etliche Plätze auf Top-Niveau.

Gleich zum Auftakt geht es für Sie gegen alte Bekannte, den Bezirksliga-Absteiger TV Stemmen. Ihre Einschätzung?

Delventhal: Ich halte von Stemmen relativ viel, die haben sehr gute Jungs dabei, die schon lange zusammen sind. Das wird kein einfaches Spiel.

Stemmen hätte aufgrund von Personalnot das Spiel gerne verlegt. Warum wollte Unterstedt nicht?

Delventhal: Man muss auch unsere Seite verstehen. Unser erstes Spiel ist schon verlegt worden, dann wären wir gleich zu Saisonbeginn zwei Wochen aus dem Spielrhythmus raus gewesen. Da würden wir uns selbst schaden und schon zwei Spiele im Rückstand sein. Außerdem ist unser Kader doch auch limitiert am Wochenende – der eine oder andere ist angeschlagen.

Und wie fit sind Sie selbst?

Delventhal: Ich bin fit, meine Knie machen momentan einen guten Eindruck.

Manch einer zählt Unterstedt schon zu den Geheimfavoriten. Wie sehen Sie das?

Delventhal: Wir haben schon eine gute Mannschaft, die man nicht unterschätzen sollte. Doch die Jungs kennen es bisher fast nur, dass sie gewinnen. Das ist jetzt eine neue Situation, mit der sie erst mal umgehen müssen. Aber sicher kann ich mir vorstellen, dass wir eine gute Rolle spielen.

Delventhals Tipps

SV RW Scheeßel - TSV Karlshöfen 2:1

TSV Gnarrenburg - TSV Bülstedt/V. 2:3

FC Alfstedt/E. - TuS Westerholz 1:3

Bremervörder SC - TuS Tarmstedt 2:0

SG Unterstedt - TV Stemmen 2:0

FC Ostereist./Rh. - Rotenburger SV II 2:4

Stark! Patrick Werna (Rotenburger SV II) lag vergangene Woche gleich fünf Mal von der Tendenz her richtig, ein Mal davon tippte er sogar das exakte Ergebnis.

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