Mit Macht zur Basketball-Hochburg: Ehemaliger Scheeßeler ist Teil des Projekts

Hohn heuert als Headcoach in Braunschweig an

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Pierre Hohn hat den Headcoach-Posten bei den Zweitliga-Basketballerinnen von Eintracht Braunschweig übernommen.

Scheeßel - Von Lars Kattner. Es ist ein gleichermaßen ambitioniertes wie spannendes Projekt, das derzeit im östlichen Niedersachsen aus der Taufe gehoben wird. Arbeiteten die Verantwortlichen der Basketballvereine von Wolfpack Wolfenbüttel und Eintracht Braunschweig (beide 2. Bundesliga) in den vergangenen Jahren noch in trauter Zweisamkeit nebeneinander her, so wird sich das zur kommenden Saison massiv ändern. Eine Kooperation beider Vereine soll den Damen-Basketball in neue Dimensionen vorstoßen lassen. Und mittendrin ist mit Pierre Hohn auch ein ehemaliger Scheeßeler.

Hohn, der vor sechs Jahren die Eichenschule besucht hat und auch noch bei den Basketballern der BG ’89 Hurricanes aktiv war, wird mit Beginn der Spielzeit als Headcoach der ersten Mannschaft von Eintracht Braunschweig an der Seitenlinie stehen. Eine verantwortungsvolle Tätigkeit, zumal der kurz vor dem Examen stehende Jura-Student mit gerade einmal 23 Jahren der jüngste Trainer der Liga sein dürfte.

„Es ist definitiv eine Herausforderung, aber ich denke schon, dass ich das schaffen werde“, sagt Hohn. Zumal er unter anderem als Co-Trainer der weiblichen U15-Nationalmannschaft und als verantwortlicher Übungsleiter der niedersächsischen Landesauswahl der Mädchen (Jahrgang 2001) bereits sein Können unter Beweis gestellt hat. „Mein Vorteil ist, dass ich aus dem Jugendbereich komme. Ich habe ein gutes Netzwerk und kenne viele junge Spielerinnen“, erklärt Hohn, der nach eigenen Angaben sieben Tage in der Woche mit Basketball beschäftigt ist.

Und nicht nur im Leistungsbereich, sondern auch beim Nachwuchs soll Eintracht Braunschweig mit ins Boot geholt werden. In der weiblichen U17-Bundesliga (WNBL) kooperieren bislang der MTV Wolfenbüttel, der USC Braunschweig und der Förderverein Girls Baskets Regio38. Die sportliche Gesamtleitung liegt dabei in der Hand der ehemaligen Hurricanes-Trainerin Hanna Ballhaus. Sie war es auch, die den Kontakt zu Pierre Hohn hergestellt hat. „Ich kenne sie ja schon seit Rotenburger Zeiten“, sagt der B-Lizenz-Anwärter. Und mit aktuell acht Jugend-Nationalspielerinnen scheint das Konzept, die Region Braunschweig/Wolfenbüttel als Basketball-Hochburg zu etablieren, aufzugehen.

„Natürlich wollen wir in absehbarer Zeit auch wieder eine Mannschaft in der 1. Liga haben“, gibt Basketball-Abteilungsleiter Bernd Uster das Ziel für die kommenden Jahre aus. Zwar sei ihm bewusst, dass es nicht ganz üblich sei, einen 23-Jährigen zum Cheftrainer zu machen. „Aber genau deswegen wird sein Vorgänger Andreas Hundt, der aus privaten Gründen kürzertreten möchte, auch als Co-Trainer und Mentor fungieren.“

Die Geschehnisse in Braunschweig und Wolfenbüttel beobachtet natürlich auch Christoph Treblin, Vorstand Sport der Hurricanes, ganz genau. „Die betreiben dort schon eine sehr interessante Jugendarbeit. Man merkt, das sich etwas tut. Davor ziehe ich meinen Hut“, so Treblin, bei dem Pierre Hohn seinerzeit sogar ein Jahr lang gelebt hatte.

Treiben die Verantwortlichen die Entwicklung in Ostniedersachsen auch in Zukunft mit dem selben Elan voran – erst kürzlich wurde ein Gebäude für die neue Basketball-Akademie gekauft – werden es die Hurricanes demnächst mit einem echten Schwergewicht zu tun bekommen. Und das mehr oder weniger direkt vor der Haustür. „Die Strukturen und Voraussetzungen sind hier aufgrund der Größe der Stadt und der Marke Eintracht Braunschweig ja ganz andere“, bemerkt Hohn, der immer auch mit einem Auge nach Scheeßel schaut. „Das Sponsoring scheint dort gut zu funktionieren. Und der Kader für diese Saison erscheint mir sehr stark.“ Und wer weiß, vielleicht wird es ja schon in der übernächsten Spielzeit ein Wiedersehen geben. Nach dem Willen aller Beteiligter natürlich in Liga eins.

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