Luka Bruns glaubt an den Aufstieg und bekennt sich zu Rotenburg / „Es braucht keiner anzufragen“

„Mehr als Landesliga-Niveau“

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Zwiegespräch: Goalgetter Luka Bruns (r.) und Johann Knodel peilen den Aufstieg an.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Wird Luka Bruns, Top-Goalgetter des Handball-Landesligisten TuS Rotenburg, rechtzeitig zum Aufstiegsrückspiel bei der TS Hoykenkamp (Sonntag, 16 Uhr) fit? Beim 31:26-Sieg im Hinspiel hatte Gegenspieler Alexander Kirchhof ihn mit der Hüfte gecheckt und am Oberschenkel erwischt. Im Interview spricht der 20-jährige Linkshänder über die Schmerzen, die Relegation und die Verbandsliga.

Herr Bruns, welche Farbe hat ihr rechter Oberschenkel aktuell?

Luka Bruns: Farblich hat er sich nicht verändert, aber ich bin immer noch nicht schmerzfrei. Es ist wohl eine starke Prellung. Ich hab’s gar nicht gesehen, wie es passiert ist, nur gespürt und hatte ein echt steifes Bein. Bis Dienstag konnte ich nicht richtig gehen, an Sport ist im Moment noch nicht zu denken. Aber ich bin ordentlich am Pflegen und Hegen.

Werden Sie spielen können?

Bruns: Die Hoffnung ist sehr groß. Ich werde alles geben, dass es klappt und würde zur Not auch mit Schmerzen spielen. Ich bin jedenfalls voll auf Sieg getrimmt.

Alles spricht für Rotenburg, selbst Hoykenkamps Trainer Jörn Franke glaubt nicht mehr an sein Team …

Bruns: Das ist schlau gemacht von ihm. Er versucht damit, uns die Favoritenrolle zuzuschieben. Aber wir denken da gar nicht dran. Wir wollen unbedingt gewinnen und haben uns nach dem Hinspiel auch sofort zusammengesetzt und analysiert.

Und was ist dabei herausgekommen?

Bruns: Wir haben viele freie Würfe liegengelassen. Und unsere Abwehrleistung wurde von den Schiedsrichtern nicht honoriert. Wir haben Hoykenkamp relativ lange hingehalten – und die durften im Zeitspiel noch viele Pässe spielen.

Mal ehrlich: Ist die Partie denn nach dem 31:26 noch nicht entschieden?

Bruns: Nein, da kann noch sehr viel schiefgehen. Wir werden vor einer ähnlichen Kulisse wie in Rotenburg spielen, werden viele Leute gegen uns haben. Es wird ein hartes Spiel. Dass bei denen mit Backe gespielt wird, stört uns allerdings nicht. Das war früher ein Nachteil, heute nicht mehr. Meistens haben wir mit Backe sogar besser gespielt.

Haben Sie selbst eigentlich noch damit gerechnet, Platz zwei und die Relegation zu erreichen, nachdem der Rückstand zwischenzeitlich schon beachtlich war?

Bruns: Wir wurden ziemlich früh abgeschrieben von den Gegnern, aber wir haben immer an uns geglaubt. Innerhalb der Mannschaft herrscht eine super Stimmung – das war unser großes Plus.

Kommen Sie bei einem Aufstieg mit Ihrem Tempohandball der kleinen Leute noch weiter oder stoßen Sie damit in der Verbandsliga an die Grenzen?

Bruns: Das ist doch unsere große Stärke, unseren schnellen Stil haben wir schon immer gepflegt, das ist der Rotenburger Handball. Und er führt ja auch zum Erfolg. Außerdem haben wir uns in dieser Saison enorm weiterentwickelt. Das ist mehr als Landesliga-Niveau. Jetzt wollen wir, dass das, was wir uns erarbeitet haben, auch belohnt wird, indem wir aufsteigen. Das haben alle verdient, auch unsere Fans.

Was müsste sich denn in der Verbandsliga ändern?

Bruns: Erstmal aufsteigen! Die Pläne für die Verbandsliga stehen noch in den Sternen. Aber wir bekommen ja einen neuen Trainer (Nils Muche, Anm. d. Red.), der wird schon neue Einflüsse reinbringen. Neue Spieler kann man auch immer gebrauchen, neue Charaktere sind immer gut.

Insbesondere große Rückraumspieler?

Bruns: Das wäre schon eine große Verstärkung, denn dadurch wären wir variabler.

Und Sie selbst könnten wieder vermehrt als Rechtsaußen spielen?

Bruns: Ich spiele alles, solange ich spiele. Nur nicht Torwart, da kann ich keine Tore machen.

Und Sie halten Rotenburg die Treue, auch wenn es mit dem Aufstieg nichts wird?

Bruns: Auf jeden Fall. Meine Pläne stehen fest, da braucht kein anderer Verein anzufragen, da würde ich sofort Nein sagen. Die Stimmung stimmt hier, die Leute stimmen – das will ich nicht missen.

Anfragen von höherklassigen Clubs gab es aber, angeblich auch von der SG Achim/Baden.

Bruns: Ja, aber die habe ich ganz schnell beantwortet …

Haben Sie denn nie darüber nachgedacht, Coach Steffen Aevermann zur SG Achim/Baden in die Oberliga zu folgen?

Bruns: Nein, Quatsch. Erstens hatte ich schon in Rotenburg zugesagt und zweitens ist es für mich auch kein Anreiz, dorthin zu gehen. Ich sehe keinen Bedarf. Landesliga reicht mir auch aus, obwohl die Verbandsliga natürlich mein Ziel ist und ich schon sehr enttäuscht wäre, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen würde.

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