HALBZEIT Sottrums Patrick Klee über Erfahrung, Talent und den neuen Trainer

„Luft nach oben ist immer“

Patrick Klee ist während der Hinrunde zweimal an der Seitenlinie als Trainer eingesprungen. Foto: Freese

Sottrum - Der TV Sottrum hat in der Hinrunde der Fußball-Bezirksliga den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einige überraschender Erfolge, hat der Wieste-Club auf dem zehnten Tabellenplatz überwintert. Trotz der souveränen Hinserie sieht Patrick Klee noch „sehr viel mehr Potenzial“ in seiner Mannschaft. Wir haben mit dem spielenden Co-Trainer unter anderem über die Unerfahrenheit des Teams, Fehler und die Überraschung der Hinrunde gesprochen.

Herr Klee, wie hat Ihnen die Hinrunde des TV Sottrum gefallen?

Ich bin sehr zufrieden. Ich glaube, dass die Konkurrenz so nicht unbedingt mit uns gerechnet hätte. Deswegen können wir wirklich damit durchaus einverstanden sein.

War der TV Sottrum gerade zu Beginn der Saison noch etwas zu grün hinter den Ohren?

Ganz im Ernst: Es passiert doch vielen Mannschaften, die neu in einer Liga sind, dass sie den einen oder anderen Fehler machen oder gar auch einfach gewisse Dinge unterschätzen. Luft nach oben ist natürlich immer – keine Frage. Aber wir sind auf einen guten Weg, würde ich behaupten.

Sie sprechen die Fehler schon von selbst an. Einen gravierenden Patzer hat sich Dominik Reuter im Heimspiel gegen die TuSG Ritterhude (1:5) erlaubt. Er hatte nach der Partie einem Gegenspieler von in die Waden getreten und dafür die Rote Karte gesehen. Für diese Tätlichkeit hat er der Mannschaft wochenlang gefehlt ...

Die Rote Karte von Dome (Dominik Reuter, Anm. der Red.) war ein Ausrutscher. So etwas darf nicht passieren, schon gar nicht einem Spieler wie ihm. Aber letztlich ist es passiert. Er weiß selbst, dass das blöd war. Ich bin mir sehr sicher, dass es das letzte Mal war.

Gab es für Sie positive Überraschungen im Kader in der Hinrunde?

Ja klar! Für mich war unser Torwart Lenni Reiter die Überraschung in der Hinrunde. Er macht eine gute Figur im Training und hat uns gerade am Anfang der Saison das eine oder andere Mal echt den Arsch gerettet.

Allgemein scheint die Mannschaft intern gut zu funktionieren. Gibt es ein Spiel in der Hinrunde, an das Sie sich besonders gerne zurückerinnern?

Die Partie gegen den Heeslinger SC II war für mich ein Spiel, indem man gesehen hat, wozu die Jungs in der Lage sind. Es ist nur schade, dass wir es nicht so oft umgesetzt bekommen. Jeder war für den anderen da. Jeder hat für den anderen gearbeitet. Das war echt top. Aber auch das Spiel gegen den TSV Etelsen hat mir gut gefallen. Es steckt sehr viel Potenzial in der Truppe.

War es in Ihren Augen denn die richtige Entscheidung, dass der TV Sottrum und Daniel Mathies getrennte Wege gegangen sind?

Daniel wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.

Wie war’s für Sie bei manchen Spielen und in der Rückrunde, vorübergehend der Chef an der Seitenlinie zu sein?

Ja, wie war es für mich?! Es war eine sehr kurze, aber intensive Zeit als Chef. Es ist schon verrückt, an wie viel man da so denken muss. Aber mit Leif (Heinsohn, Torwarttrainer, Anm. d. Red.) haben wir jemanden, der hilft, wo er nur kann. Er unterstützt jetzt auch Dariusz (Sztorc, Neu-Trainer des TV Sottrum, Anm. d. Red.) und ist weiterhin für das Organisatorische verantwortlich. So kann sich der Coach auf die Mannschaft konzentrieren.

Welchen Eindruck haben Sie denn ansonsten vom neuen Trainer?

Sehr gut. Sein Training verläuft genau nach meinen Vorstellungen. Es macht sehr viel Spaß, mit ihm zu arbeiten.

Was ist denn mit Sztorc noch in der Rückrunde möglich für das Team?

Gute Frage. Ich hoffe einfach, dass wir in gewissen Aktionen deutlich überlegter agieren. Dann werden wir auch die Punkte holen, die wir das eine oder andere Mal leichtfertig haben liegenlassen. Und dann werden wir auch über dem Strich stehen.

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