Rotenburger Sportausschuss

Rolf Ludwig nutzt die Chance und greift die CDU an

Namensschilder auf dem Tisch vor der Sportausschusssitzung.
+
Einer fehlte: Doch der Sportausschuss hatte auf seiner jüngsten Sitzung auch keine Beschlussvorschläge zu fassen.

Das aktuell meistdiskutierte Thema der Rotenburger Sportpolitik stand gar nicht auf der Tagesordnung der Sportausschusssitzung – und trotzdem kam der Winterrasen zur Sprache.

Rotenburg – Es lief erst die 18. Minute in der Sportausschusssitzung des Stadtrats, als Rolf Ludwig die Chance ergriff. Während der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) über die Auszahlungen seiner gleichnamigen sowie der Grete-Lange-Stifung an die Vereine (insgesamt rund 81 000 Euro) berichtete, setzte er nahtlos zur Kritik an.

Im Mittelpunkt stand die dem Winterrasen ablehnend gegenüberstehende CDU, namentlich nannte Ludwig Ratsmitglied Klaus Rinck. Diesem warf Ludwig, der 250 000 Euro für den Winterrasen gespendet hatte, vor, ihn und seine Familie wegen der entstehenden Mehrkosten „unter Druck“ gesetzt und Nachforderungen gestellt zu haben. „Das macht man nicht. Diese Nackenschläge tun mir weh“, so Ludwig. Auch dem Rotenburger SV – ebenfalls Winterrasen-Gegner – teilte Ludwig seinen Unmut mit.

Ein Riss geht durch die Sportfamilie.

Heinz-Günter Bargfrede, CDU

Heinz-Günter Bargfrede (CDU) bemühte sich um Wogenglättung: „Schade, dass ein Riss durch die Rotenburger Sportfamilie geht. Man darf unterschiedlicher Meinung sein, beim Winterrasen sind wir es. Persönliche Angriffe sollten aber nicht dazugehören“, betonte er. Kurz zuvor hatte der Verwaltungsausschuss erneut mehrheitlich für den Winterrasen votiert, wie Bürgermeister Andreas Weber (SPD) mitteilte. Aufgrund der Mehrkosten bedarf es aber der Bestätigung durch den Rat am 17. Juni.

Rolf Ludwig hat 250 000 Euro gespendet.

Beschlussvorschläge standen für den Ausschuss nicht an. Gern hätten die Christdemokraten über einen Antrag des TC Grün-Weiß Rotenburg entschieden. Der Tennisverein hatte einen Zuschuss zur Dach- und Gebäudesanierung am vereinseigenen Clubhaus (Gesamtkosten: rund 170 000 Euro) beantragt, war aber „abgeblitzt“, weil nach den städtischen Richtlinien nur Investitionen gefördert würden und es sich hier um eine Instandsetzung handele. Bargfrede monierte, dass weder ARS noch Sportausschuss eingeschaltet worden seien. Die CDU möchte die Richtlinien zudem anpassen, damit auch größere Instandsetzungen förderfähig sind. Bürgermeister Weber erklärte, dass dieses im Finanzausschuss erörtert werden müsse.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Meistgelesene Artikel

Andresens „Kniefälle“: Defensivspieler beendet sein Oberliga-Projekt beim RSV

Andresens „Kniefälle“: Defensivspieler beendet sein Oberliga-Projekt beim RSV

Andresens „Kniefälle“: Defensivspieler beendet sein Oberliga-Projekt beim RSV
Heeslinger SC verpflichtet Raoul Cissé aus Kiel

Heeslinger SC verpflichtet Raoul Cissé aus Kiel

Heeslinger SC verpflichtet Raoul Cissé aus Kiel
Anik Zeller setzt sich neue Ziele und nimmt  die Landesmeisterschaft ins Visier

Anik Zeller setzt sich neue Ziele und nimmt die Landesmeisterschaft ins Visier

Anik Zeller setzt sich neue Ziele und nimmt die Landesmeisterschaft ins Visier
Meinke wechselt ins Klassenzimmer

Meinke wechselt ins Klassenzimmer

Meinke wechselt ins Klassenzimmer

Kommentare