Westerholz siegt in Horstedt nach Elfmeterschießen und steht im Halbfinale

Lucka-Lahde behält die Nerven

Geschickt abgesichert: Nartum/Horstedts Shannon Naomi Jilg (vorne) lässt Olivia Soutschek nicht an den Ball.

Horstedt – Schlusslicht contra Spitzenreiter, Underdog gegen Favorit – und dennoch war es eine verdammt knappe Kiste: Der TuS Westerholz, Tabellenführer der Fußball-Landesliga der Frauen, benötigte im Viertelfinale des Bezirkspokals schon das Elfmeterschießen, um sich am Ende mit 4:2 (0:0) beim Ligarivalen SG Nartum/Horstedt durchzusetzen.

Turbulenzen gab es bei den Gastgeberinnen bereits vor der Partie. Mike Dirks, der erst im Sommer als Coach beim Aufsteiger eingestiegen war, ist seit wenigen Tagen nicht mehr Trainer des Teams. Niklas Niestädt, Spieler beim FSV Hesedorf/Nartum und einst Jugendtrainer beim JFV Rotenburg, stand deshalb als verantwortlicher Übungsleiter für die Partie an der Seitenlinie. Er hatte seine Mannschaft gut eingestellt und brachte sich immer wieder mit lautstarken Kommandos in die Partie ein.

Die Westerholzerinnen waren zwar klar spielbestimmend, schafften es aber nicht, das Abwehrbollwerk des Schlusslichts zu knacken. So musste nach einer torlosen Partie das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Nele-Marie Rathjen verwandelte sicher für Westerholz, den Schuss von Janne Rosebrock parierte Torfrau Tabea Albers. Als auch Julia Schanowski den Ball neben das Tor setzte, schien alles wieder offen zu sein. Imke Paliokas glich aus. Nach Floris Meiers 2:1 netzte Christina Ruschmeyer ebenfalls ein, auch Marleen Delventhal traf sicher zum 3:2. Dann schoss Youngster Lucie Müller den Ball über das Tor. Sarah Lucka-Lahde behielt die Nerven und sorgte mit ihrem verwandelten Elfer zum 4:2 für die Entscheidung. Neben der SG Anderlingen, MTV Barum II und der SG Bröckel/Langlingen ist Westerholz somit das vierte Team im Halbfinale.

„Uns war von vornherein klar, dass es eine ganz schwere Nummer für uns wird. Die haben das clever gemacht und aus ihren Möglichkeiten das Beste herausgeholt“, fand Gäste-Trainer Patrik Czichos. „Sie haben es mit zwei Abwehrriegeln über weite Strecken gut geschafft, uns vom Tor fernzuhalten. Niklas Niestädt ist ein klasse Trainer, der hat seine Mannschaft gut eingestellt.“

Niestädt glaubt: „Es steckt ganz viel drin in der Truppe. Ein schwereres Los hätten wir sicher nicht bekommen können. Aber wir haben uns da dennoch sehr gut aus der Affäre gezogen. Und dass wir nachher im Elfmeterschießen verloren haben, darüber war auch keiner mehr traurig.“ Bei Westerholz feierte übrigens Anna-Lena Könsen ein gutes Comeback nach ihrer Babypause.  iv

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