Doppelpack beim 3:3 gegen Celle

Lucas Chwolka wird zum Goalgetter

Jan Friesen schießt den Ball im Grätschen.
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Noch eine große Chance: Jan Friesen (vorne) scheitert aber an Keeper Marc Perrei.

Mit seinem ersten Doppelpack bescherte Lucas Chwolka dem RSV das dritte Unentschieden im fünften Spiel. Auch Keeper Jeroen Gies hatte großen Anteil daran.

Rotenburg – Lange nachdenken musste Lucas Chwolka nicht. „Das war mein erster Doppelpack“, bestätigte er. „Aber ich hätte lieber kein Tor gemacht und die drei Punkte mitgenommen.“ Doch da es diese Wahlmöglichkeit im Fußball nicht gibt, musste sich der Rotenburger SV letztlich mit einem 3:3 (2:2) im Heimspiel der Oberliga gegen den MTV Eintracht Celle arrangieren. Es war im fünften Saisonspiel bereits das dritte Remis. Den „Punktgewinn“, wie Coach Tim Ebersbach meinte, hatte der RSV neben dem Doppeltorschützen vor allem seinem Keeper Jeroen Gies zu verdanken.

Vorne effektiv, hinten ungewohnt wackelig – so präsentierte sich der RSV den 200 Zuschauern im Ahe-Stadion. „Langsam, lethargisch, sehr passiv“, nannte Ebersbach das Abwehrverhalten, obwohl er an der Viererkette nichts im Vergleich zur vorherigen Partie bei BW Lohne verändert hatte. Hinzu kam, dass das dreiköpfige Zentrum im Mittelfeld mit Ausnahme von Kapitän Stefan Denker keinen Zugriff hatte und zu wenig gegen den Ball arbeitete. „Da hat mir die Laufbereitschaft gefehlt“, bemerkte der Trainer, der zur Halbzeit auf eine Dreierkette umstellte und Björn Mickelat für Marcello Muniz brachte.

Nachdenklich: Björn Hakansson (l.) erzielte noch das 3:3, Peter Bolm wurde ebenfalls eingewechselt.

Beide Mannschaften sprachen dabei reichlich Einladungen zum Toreschießen aus. Die erste nahm Lucas Chwolka an. Den eigentlichen Mittelfeldspieler hatte Ebersbach als Rechtsaußen aufgeboten – und das sollte sich bereits in der fünften Minute auszahlen, als der 24-Jährige eine Ablage von Arthur Bossert im Strafraum zum 1:0 nutzte. „Die Idee mit Lucas ist aufgegangen“, fand Ebersbach. Als Yannick Chwolka jedoch Laurin Bonk flanken ließ und Adrian Zöfelt ungehindert einnickte, stand es 1:1 (15.). Erneut brachte Lucas Chwolka, dieses Mal nach Querpass von Jan Friesen, sein Team in Führung (21.) – es war bereits sein dritter Saisontreffer. Doch wieder dauerte es nicht allzu lange, bis die Residenzstädter egalisierten. Eine Parade von Gies traf dabei Mitspieler Christoph Drewes, der nicht mehr wegziehen konnte – 2:2 (26.). Ebersbach ärgerte sich darüber, dass seine Mannen gleich zweimal in Führung gegangen waren und die Möglichkeiten, diese auszubauen, verpasst hatten: „Das musst du in der Oberliga nutzen.“

So jedoch drehte Celle die Partie zu Beginn der zweiten Hälfte. Hatte Althausen zunächst noch klasse gegen Zöfelt geklärt (51.) und Gies gegen Jean-Luca van Eupen gehalten (52.), war van Eupen schneller als Althausen und erzielte das 3:2 (53.). Mit zwei Mega-Paraden gegen Felix Krüger und Zöfelt im Nachschuss rettete Gies den RSV vor dem K.o. in diesem Spiel (75.). Und so kamen die Wümmestädter tatsächlich noch einmal wieder zurück, als sich Bossert durch den Strafraum wurschtelte und in dem eingewechselten Björn Hakansson unerwartet einen Abnehmer fand (77.).

„Was für ein wildes, verrücktes Spiel“, fand Ebersbach nach dem Abpfiff und nahm den Punkt dankend mit. „Das 3:3 ist moralisch stark von uns gewesen. Wie gut, dass wir am Ende vorne effizient waren“, stellte auch der neue Goalgetter Lucas Chwolka die positiven Erkenntnisse in den Vordergrund und meinte: „Der Punkt wird uns hoffentlich noch helfen.“

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