RSV-Sorgen vorm Derby / Nur drei Oberliga-Absteiger? / Bedenkzeit für Duray

Lohmanns schlimmer Finger

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Wer steht morgen im Kasten? Henner Lohmann (r.) ist angeschlagen, das könnte die Chance für Lucas Mensing sein. ·

Rotenburg - Was vermutlich keiner nach der Hinrunde für möglich gehalten hätte, ist eingetreten: Der Rotenburger SV hat sich als bisher erfolgreichste Mannschaft des Jahres eine realistische Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga erarbeitet. Mit einem Heimsieg im Wümme-Derby gegen den derzeit taumelnden TSV Ottersberg (morgen, 16 Uhr) könnte sogar der Sprung auf den Nichtabstiegsplatz gelingen.

Damit nicht genug: Gut möglich, dass von den vier Regelabsteigern in dieser Saison tatsächlich nur drei Teams die Oberliga verlassen müssen und der Tabellen-13. doch drin bleibt. „Die Wahrscheinlichkeit ist gar nicht so gering“, glaubt auch RSV-Coach Benjamin Duray. Voraussetzung hierfür: Außer Zwangsabsteiger SV Wilhemshaven dürfte keine Mannschaft aus der Regionalliga in die Oberliga Niedersachsen runterkommen (was derzeit so wäre). Außerdem müsste sich der Zweite der Oberliga (aktuell der Lüneburger SK Hansa) in einer Aufstiegsrunde durchsetzen. Da aus der Hamburger Oberliga kein Club einen Lizenzantrag für die Regionalliga gestellt hat, spielen nur die Vertreter der Bremen-Liga (der Brinkumer SV ist fast durch) und aus Schleswig-Holstein (der VfB Lübeck ist bereits qualifiziert) mit dem niedersächsischen Vertreter zwei Aufsteiger aus. Das bestätigte auf Nachfrage auch der Spielausschussvorsitzende Jürgen Stebani.

Für Benjamin Duray ist diese Konstellation aber kein Thema. Er will sich davon auch nicht ablenken lassen: „Wir müssen erstmal abwarten. Am letzten Spieltag kann man dann einen Strich ziehen.“ Bis dahin dürfte allerdings längst klar sein, ob der RSV auch weiter vom 34-jährigen A-Lizenzinhaber gecoacht wird. Vor wenigen Tagen hat der Wümme-Club in Person von Thorsten Bruns die Vertragsverhandlungen mit dem Trainer aufgenommen. Dabei sei Duray signalisiert worden, dass der RSV mit ihm weitermachen wolle. „Wir hatten ein super Gespräch, der Verein ist zu jedem Kompromiss bereit. Das Geld ist für mich primär auch nicht entscheidend“, berichtet der Bremervörder. Er hat sich eine Bedenkzeit von 14 Tagen auserbeten: „Mitte April sehen wir, wo die Reise hingeht.“

Ob der sportliche Trend anhält, wird sich bereits morgen zeigen. Trotz der jüngsten Erfolgsbilanz und des „Tiefflugs“ der Ottersberger, die seit drei Spielen tor- und gar seit sieben Partien sieglos sind, betont Duray: „Wir sind klarer Außenseiter.“ Das begründet er mit der dünnen Personaldecke, denn „die Jungs spielen jede Woche am Anschlag, sie sind körperlich und geistig kaputt.“ Neben Tobias Kirschke (beruflich in Chemnitz) droht auch der Ausfall von Stammkeeper Henner Lohmann, der sich im Training vermutlich einen Haarriss im Finger zugezogen hat. Auch Ottersberg hat einen schwerwiegenden Ausfall zu beklagen: Abwehrchef Johannes Ibelherr „brummt“ die Sperre für seine fünfte Gelbe Karte ab. · maf

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