RSV-Keeper patzt zwei Mal gegen Langenhagen / Oberliga noch nicht endgültig gesichert

2:2 ist für Lohmann eine Niederlage

An Andy Kiel (am Boden) lag es nicht – er warf sich rein, wie hier gegen Langenhagens Lazaro Alfonso Prats. ·
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An Andy Kiel (am Boden) lag es nicht – er warf sich rein, wie hier gegen Langenhagens Lazaro Alfonso Prats. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseWie gut, dass der Eintritt im letzten Heimspiel der Saison für die rund 200 Zuschauer im Ahe-Stadion frei war – sie hätten angesichts des schwachen Auftritts in der zweiten Halbzeit sonst womöglich ihr Geld zurückverlangt. Insbesondere Torwart Henner Lohmann hatte das 2:2 (1:0) gegen den mit insgesamt nur 13 Spielern angereisten und bereits als Absteiger feststehenden SC Langenhagen zu verantworten. Bedröppelt schlich er nach zwei groben Patzern vom Feld. Der Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga ist denn auch noch nicht endgültig geschafft.

Coach Benjamin Duray wollte in seiner Analyse gar nicht groß auf seinen Keeper eingehen. Musste er auch nicht, denn dessen Schuld war unstrittig. Beim 1:1 ließ er den Ball von Georgios Tsakiridis durchrutschen, sodass Marvin Ibekwe abstauben durfte, zumal Innenverteidiger Christoph Drewes zu spät kam (59.). Vor dem 2:2 durch Ibekwe hatte Lohmann einen folgenschweren Fehlpass flach durch die Mitte produziert (74.). „Wenn man zwei Mal in Führung geht, muss man das Ding auch über die Bühne bringen“, beließ es Duray bei allgemeiner Kritik.

In der Tat hätte sein Team in der ersten Halbzeit die Partie vorentscheiden müssen. Drei Mal tauchten seine Mannen frei vor Keeper Alexander Dlugaiczyk auf. Axel France ließ sich den Ball jedoch vom Fuß schnappen (28.), Sercan Durmaz wurde zu weit abgedrängt und wartete lieber, um auf Jelle Röben zu passen, statt es aus spitzem Winkel selbst zu versuchen (37.). Routinier Björn Mickelat zeigte, wie es richtig gemacht wird, als er das Duell mit Dlugaiczyk für sich entschied und auch vollstreckte (33.). Langenhagens beste Chance: Ein Freistoß an den Innenpfosten von Abwehrchef Matthias Wörner (21.), der kurz darauf mit Verdacht auf Kreuzbandriss nach einem Zusammenstoß mit France ausschied.

Nach der Pause lief bis auf die erneute Führung – Tim Ebersbach hatte eine Mickelat-Ecke unter Mithilfe von Schlussmann Dlugaiczyk eingeköpft (69.) – nichts mehr zusammen. Der RSV versuchte es zu oft mit langen Bällen, die stets zu lang waren, statt das Kurzpassspiel wieder zu forcieren. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig investiert und keinen Zugriff mehr bekommen“, meinte Duray und konstatierte: „Das Unentschieden ist gerecht. Kompliment an Langenhagen, sich in dieser Situation nicht aufzugeben.“ Gäste-Coach Stefan Gehrke sah es ähnlich: „Wir fahren erhobenen Hauptes nach Hannover“, stellte er fest. Wohlwissend, dass der Leistungsfußball beim SC Langenhagen in wenigen Tagen Geschichte ist. Dann nämlich zieht sich der Traditions-club freiwillig in die 4. Kreisklasse zurück.

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