Plätze in Visselhövede und Schwitschen mit Soccerwatch-Kameras ausgestattet

Livebilder aus der Kreisliga

Mit wenigen Handgriffen ist alles montiert – in Visselhövede hängt jetzt der Kamerakasten. Die Spiele können künftig im Internet verfolgt werden. Foto: Freese

Visselhövede - Von Matthias Freese. Der Steiger kam am frühen Morgen. Wenige Stunden später hing die Kamerabox am Flutlichtmast. Der Fußball-Kreisligist VfL Visselhövede lässt sich ab sofort filmen – die Livebilder der Spiele werden automatisch gestreamt und sind auf der Internet-Plattform soccerwatch.tv zu verfolgen. Doch nicht nur der Spitzenreiter ist dort zu sehen. Beim klassentieferen Nachbarn SV Schwitschen war der Techniker bereits einen Tag früher tätig. Möglich macht die Installation die Sparkasse Rotenburg Osterholz mit einer modernen Art der Vereinsförderung – sie übernimmt für drei Jahre die Kosten für den Streamingservice. Die Vereine müssen lediglich für den Strom sorgen.

Soccerwatch garantiert ein 180-Grad-Panorama durch mehrere verbaute Kameras, die dem Spielgeschehen automatisch folgen – gestreamt wird in HD-Qualität, die Spiele können auch später noch angeschaut werden, eine Zusammenfassung von Highlights ist ebenso möglich. Zuschauer und Spieler werden künftig aus Datenschutzgründen auf vier mitgelieferten Schildern über „audiovisuelle Aufzeichnungen“ informiert.

„Wir fanden, dass es eine ganz gute Idee ist. Warum sollen wir da so eine Chance nicht für drei Jahre nutzen“, meint Detlef Schwarz, Vorstandsmitglied des VfL Visselhövede. Normalerweise würden monatlich Streamingkosten in Höhe von 99 Euro entstehen. Sein Sohn Marten Schwarz, selbst aktiver Kicker in der ersten und zweiten Mannschaft, erklärt: „Sobald eine Partie bei fussball.de als Pflichtspiel eingetragen ist, schaltet sich das Gerät auf unserem A-Platz ein. Selbst, wenn die S 65 spielt, wäre das möglich.“ Ob Amateurfußball aus der Kreisliga – oder gar noch tiefer – wirklich ein Zuschauermagnet im Internet ist? Die Visselhöveder sind da skeptisch. „Aber es ist für jeden interessant, der nicht da sein konnte, die Tore noch mal zu sehen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass unser Trainer Thomas Heidler sich schon das eine oder andere hinterher anschaut. Und ich glaube, Marcel Fischer wird seine Tore auf jeden Fall noch mal angucken“, vermutet Marten Schwarz augenzwinkernd. Er selbst hat soccerwatch.tv bereits ausprobiert, als er verhindert war. Beim MTSV Selsingen ist bereits seit einigen Wochen das System installiert. „Da ist die Kamera über der Trainerbank installiert, da konnte man unseren Coach reinrufen hören. Hier bei uns wird man nur die Zuschauer auf der Seite der Kamera hören.“

Die Sparkasse Rotenburg Osterholz hat „in Zusammenarbeit mit soccerwatch.tv insgesamt elf Vereine im eigenen Geschäftsgebiet mit dem Streamingservice ausgestattet“, wie das Kreditinstitut mitteilt. Neben Visselhövede und Schwitschen sind das der FC Ostereistedt/Rhade, FC Nordheide, MTSV Selsingen, TuS Zeven und Viktoria Oldendorf aus dem Kreis Rotenburg sowie der VSK Osterholz-Scharmbeck, die TSG Wörpedorf-Grasberg, der TSV Eiche Neu St. Jürgen und SV Lilienthal-Falkenberg aus Osterholz. „Mit dem Angebot gelingt es Sportvereinen aus unserer Region, mit modernen Mitteln auf sich aufmerksam zu machen – unabhängig von der Spielklasse“, so die Sparkasse.

Hintergrund - Soccerwatch

Hinter soccerwatch.tv steckt die AISportsWatch GmbH, ein 35-köpfiges Start-up-Unternehmen, das seinen Sitz in Essen genau gegenüber der Heimspielstätte des Traditionsclubs Rot-Weiß Essen hat. Soccerwatch.tv ist einer der führenden Streaming-Anbieter für Amateurfußball und nutzt in seinem Kamerasystem die künstliche Intelligenz. „Angefangen hat es als fixe Idee auf dem Bolzplatz, als Bastelei unter fußballbegeisterten und technisch versierten Freunden“, schreibt das Unternehmern auf seiner Homepage. Neben Fußball werden auch bereits Eishockeyspiele übertragen.

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