Und der Linksfuß ist beim 2:1 gegen Celle der Garant für Gefahr / Strafstoß pariert

Peter weiß: Lohmann hat „uns den Arsch gerettet“

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Patrick Brillowski (am Ball) kam in der Schlussphase rein und besaß in der Nachspielzeit die große Möglichkeit zum 3:1.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zehn furiose Anfangsminuten und ein zur Höchstform auflaufender Henner Lohmann im Tor haben den „Minimalisten“ des Rotenburger SV einen 2:1 (2:0)-Heimsieg in der Fußball-Landesliga gegen das Kellerkind TuS Celle FC beschert. „Hauptsache gewonnen – das ist das einzig Positive“, kommentierte Coach Jan Fitschen den mühevoll über die Runden gebrachten Erfolg. „Wie wir uns selbst das Leben schwer machen – unglaublich!“

Dass der RSV trotz eines weiterhin negativen Torverhältnisses oben mitmischt und aus neun absolvierten Spielen mit lediglich zwölf erzielten Treffern bereits 18 Punkte eingefahren hat, ist schon bemerkenswert. „Wir haben insgesamt wieder viel zu fahrlässig gespielt und haben keinen effektiven Torabschluss“, weiß auch Flügelspieler Patrick Peter um das bisher gut kaschierte Hauptmanko.

Er selbst tat alles, um endlich den gordischen Knoten zu lösen. An nahezu jeder gefährlichen Situation war der 26-jährige Linksfuß unmittelbar beteiligt. Vor dem haltbaren 1:0 trat er den flachen Freistoß, den Jannis Niestädt per Fußspitze ins Tor bugsierte (4.), nur sechs Minuten später krönte er sein Solo über die rechte Seite im Zusammenspiel mit dem Innenpfosten – 2:0. Ein Kopfball (13.) und ein Fernschuss (23.) waren weitere Möglichkeiten, die Peter besaß. Und in der zweiten Hälfte war er nach feinem Pass von Tim Ebersbach auf dem Weg zum 3:0, ehe ihn der unsichere Keeper Sascha Strohschneider vor dem Strafraum von den Beinen holte und dafür von Referee Marvin Ditschun (SV Ahlerstedt/Ottendorf) Rot sah (63.). „Mir wäre das 3:0 lieber gewesen als die Rote Karte“, bemerkte der Gefoulte, denn für Celle war es nicht unbedingt ein Nachteil: Der 47-jährige Eike Mach, der nun zwischen die Pfosten ging, spielte gleich mehrfach seine Regionalliga- und Oberliga-Erfahrung aus – so auch gegen Patrick Peter (67.). „Er ist der bessere der beiden Keeper“, fand auch Fitschen.

In Unterzahl blieb Celle vor rund 130 Zuschauern weiter dran, zumal der RSV ein gutes Dutzend Mal ins Abseits tappte. Letztlich mussten die Gastgeber Henner Lohmann danken, der nach einigen Paraden im ersten Durchgang seine größte Tat in der 63. Minute vollbrachte, als er einen Strafstoß von Engin Kiy parierte. Zuvor war Steven Neumann an der Strafraumkante von Niestädt gefoult worden. „Henner hat uns oft den Arsch gerettet“, betonte Patrick Peter. Nur beim Anschlusstreffer durch den völlig blank stehenden Matthias Wörner war auch Lohmann machtlos (81.).

Nicht ohne Risiko: Fitschen nahm in der Schlussphase mit Peter und Ebersbach zwei erfahrene Leistungsträger raus – die eingewechselten Patrick Brillowski und Ercan Baris hätten alles klarmachen können, scheiterten aber an Mach und Pfosten (90.+3). „So einen Gegner musst du spielerisch eigentlich beherrschen“, resümierte Peter. „Aber wenn wir jedes Mal mit einem Tor gewinnen, ist das ja auch okay.“

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