SPIELER DES WOCHENENDES Stürmer sieht trotzdem keine „Turban“-Zukunft

Linkes optisches Karriere-Highlight

Immer mindestens einen Schritt schneller als der Gegner: Unterstedts Leon Linke (rechts), der in dieser Szene Bothels Sebastian Wichern davonläuft. Der Stürmer erzielte in der Partie ein Tor und bereitete eins vor. Foto: Oetjen

Unterstedt - Von Lea Oetjen. Die SG Unterstedt ist auf der Suche – aber nicht nach Spielern, Trainern oder Trikots für die Rückrunde. Der Fußball-Kreisligist ist auf der Suche nach einem Helm, wie ihn einst Chelsea-Keeper Petr Cech getragen hat. „Ich muss mal bei Amazon gucken, was so ein Kopfschutz kostet“, witzelt Fabian Knappik. Der Coach der Grün-Weißen will damit einen seiner Spieler beschenken: Leon Linke feiert morgen seinen 22. Geburtstag.

Der Stürmer hatte sich in der Partie gegen den TuS Bothel eine Platzwunde am Hinterkopf zugezogen. Er musste lange behandelt werden und letztlich gut 70 Minuten mit einem Turban-Verband herumlaufen. Trotz der Verletzung zeigte der Lehramtsstudent „sein bestes Spiel der Saison“, wie Coach Knappik analysiert. Linke erkämpfte sich für seine Mannschaft wichtige Bälle, bereitete ein Tor vor und krönte seine starke Leistung mit dem 2:0-Endstand. „Er war nicht mehr zu bremsen“, weiß der Trainer. „Das zeichnet ihn aus. Er wollte es allen beweisen. Ehrlich gesagt wäre es auch schwierig gewesen, ihn zu ersetzen“, gesteht Knappik, der genau weiß, dass er vor allem Linke die drei Punkte zu verdanken hat. „Das freut mich wahnsinnig für ihn. Leon hatte wegen seiner Verletzung eine schwere Hinrunde“, ist sich der Coach bewusst.

Ob es wirklich seine beste Leistung der Saison war, weiß Linke nicht. „Aber ja, es lief schon vieles gut“, gibt sich der Stürmer bescheiden. „Ich wollte unbedingt gewinnen und war ziemlich motiviert. Es war halt ein Derby“, verrät Linke. Er hadert trotz des starken Spiels ein bisschen mit seiner Chancenverwertung. „Daher weiß ich nicht, ob es wirklich mein bestes Saisonspiel war – zumindest leistungstechnisch.“ Denn von der Optik her sei das Spiel gegen Bothel nur schwer zu übertreffen. „Das war ein exzellenter Verband. Er hat mich absolut nicht gestört. Der Turban war ganz schick, aber natürlich gewöhnungsbedürftig“, sagt Linke und lacht. Obwohl der Verband eine wahre Leistungssteigerung bewirkt hat, kann er sich nicht vorstellen, langfristig damit aufzulaufen – auch nicht aus Optikgründen. „Das geht auch so“, weiß er.

Und das will der Student auch in Zukunft zeigen. Er ist hoffnungsvoll, was die Zukunft und einen möglichen Aufstieg Unterstedts in die Bezirksliga angeht. „Wir müssen konstanter werden und dürfen uns nicht so viele doofe Punktverluste erlauben“, meint Linke. „Aber wir können das schaffen“, zeigt er sich optimistisch.

Das ist er auch, was seinen Geburtstag betrifft, denn die Platzwunde scheint gut zu verheilen. Seine Mutter sei eine Fachfrau und habe Entwarnung gegeben. „Ich war auch nicht im Krankenhaus“, verrät er. Einer Feier mit Freunden in Lüneburg, wo er studiert, steht also nichts im Wege. Und wenn Linke schon durch seine Platzwunde keine Beschwerden hat, kann ja die Weihnachtsfeier der SG Unterstedt kommen – Kopfschmerzen inklusive.

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