Derby zwischen Unterstedt und Scheeßel steigt in Rotenburg

Linke verhindert die „Heimpleite“ – 1:1

Scheeßels Torschütze Mike Sprenger (r.) hatte vor der Abwehr alles im Griff und ließ seine Gegenspieler von der SG Unterstdt, hier Dogan Örper (l.), häufig ins Leere laufen. - Foto: Meyer
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Scheeßels Torschütze Mike Sprenger (r.) hatte vor der Abwehr alles im Griff und ließ seine Gegenspieler von der SG Unterstdt, hier Dogan Örper (l.), häufig ins Leere laufen.

Rotenburg - Von Felix Meyer. Für die Fußballer der SG Unterstedt scheint der Platz eins auf dem Rotenburger Ahe-Sportplatz kein gutes Omen zu sein. Nachdem es für den Tabellendritten der Kreisliga bereits im vergangenen Herbst im Derby beim Rotenburger SV II nur zu einem Unentschieden reichte (2:2), gab es im „Heimspiel“ gegen den SV Rot-Weiß Scheeßel wieder nur eine Punkteteilung – 1:1 (0:0). Wegen der schlechten Platzverhältnisse auf dem Unterstedter Sportplatz hatten sich die Verantwortlichen des Aufsteigers etwas einfallen lassen.

Da Unterstedt bekanntlich zu Rotenburg gehört und die Plätze in der Ahe im Besitz der Stadt sind, durfte das Derby in der Kreisstadt steigen. „Wir sind sehr dankbar, dass sich die Stadt und Platzwart Denis Rohloff so kooperativ gezeigt haben“, lobte Unterstedts Coach Fabian Knappik. In einem trotz der kurzfristigen Spielverlegung gut besuchten Derby lieferten sich die beiden Teams ein kampfbetontes Match. Nach einer ersten Möglichkeit durch Yunes Parvizi (5.), erspielten sich erstmal nur noch die Gastgeber Chancen. Tobias Delventhal scheiterte in der elften Minute genauso wie Hannes Kettenburg (14.) am guten Gästekeeper Sebastian Bretzke.

Gegen Ende der ersten Halbzeit war es dann Unterstedts Topscorer Leon Linke, der zwei gute Chancen zur Führung nicht nutzte. Erst setzte er einen Weitschuss knapp über das Tor (36.), dann vergab er aus guter Position nach einer gelungenen Kombination in der 42. Minute.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spiel und die Scheeßeler waren besser. Nachdem in der 64. Minute bereits Dierk Dreyer per Kopf knapp die Führung verpasste, war es der starke Mike Sprenger, der mit einen Kracher aus der zweiten Reihe die Führung bescherte (66.). Dabei zahlte sich die Umstellung des Scheeßelers Coaches Sven Schumacher aus, der Sprenger aus dem Abwehrzentrum wieder ins Mittelfeld zog. Schumacher bedachte neben Sprenger auch die neuformierte Innenverteidigung mit Matthias Miesner und Jewgeniy Derr mit viel Lob: „Die beiden haben es echt gut gemacht.“

Torschütze Sprenger hätte nur kurze Zeit nach seinem Tor mit einem Weitschuss sogar für das 2:0 sorgen können (68.). Kaum einer hat wohl damit gerechnet, dass die Unterstedter das Blatt noch mal wenden könnten. Doch sie kamen zum Ausgleich durch Außenspieler Linke, der aus halblinker Position den Ball ins Tor hämmerte (87.). Über das 1:1 freute sich Coach Knappik nach Abpfiff dennoch nicht wirklich: „Bei mir überwiegt die Enttäuschung. Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht hinbekommen, Chancen zu kreieren. Einen Sieg hätten wir nicht verdient gehabt.“ Knappik blickte letztlich schon auf nächste Woche: „Das nächste Spiel gegen Sottrum wird für uns richtungsweisend.“ Sein Trainerkollege Schumacher zeigte sich hingegen erfreut: „Ich bin mit der Einstellung von uns total zufrieden.“

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