Dreierpack beim Unterstedter 5:0

Linke vergrößert Scheeßels Sorgen

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Ins Netz gegangen: Leon Linke (links, gegen Mike Sprenger) brachte den Ball gleich dreimal im Tor unter. Fotos: Freese

Unterstedt - Von Matthias Freese. Nicht glanzvoll, aber effektiv! Ganze acht Minuten benötigte die SG Unterstedt, um das ausgesprochen faire Derby der Fußball-Kreisliga gegen den SV Rot-Weiß Scheeßel in ihre Bahnen zu lenken. Am Ende stand für den Tabellenfünften ein 5:0 (4:0)-Heimsieg inklusive eines Dreierpacks von Leon Linke, durch den das Schlusslicht von der Beeke der 1. Kreisklasse noch ein Stück näher kommt. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt inzwischen sechs Zähler, bis zum Relegationsrang sind es auch bereits fünf.

Während Unterstedts Coach Fabian Knappik auch in den Schlussminuten noch anpeitschte, verfolgte Scheeßels Trainer Norman Wendland den Auftritt seiner Mannen fast schon gelassen-ruhig und haute auch hinterher nicht drauf. „Die zweite Halbzeit war ja ausgeglichen“, fand er lobende Worte. Auch die ersten Minuten war sein Team präsenter gewesen – bis zum frühen Doppelschlag. „Dann gingen die Köpfe runter“, wusste Wendland. Zumal das 1:0 durch Leon Linke noch unhaltbar abgefälscht wurde (6.). 120 Sekunden später enteilte Tobias Delventhal Scheeßels Kapitän Matthias Miesner und überlupfte auch noch Keeper Sebastian Bretzke.

Mit Yunes Parvizi (links, gegen Matthias Walker) kam mehr Schwung über Scheeßels Flügel ins Spiel.

Wendland reagierte, brachte nach einer guten halben Stunde Flügelläufer Yunes Parvizi für Falco Teifel, musste aber bis zur Pause zwei weitere Gegentreffer mitansehen. Erst kam Hannes Kettenburg nach einem Freistoß seines Bruders Theo eher mit dem Kopf an den Ball als Bretzke mit den Fingern (39.), dann erhöhte erneut Linke mit dem Pausenpfiff. 

„Phasenweise haben wir es super gemacht, phasenweise haben wir uns das Leben aber auch selbst schwer gemacht“, war Knappik in seiner Einschätzung gespalten. Sein Trainer-Kompagnon Uwe Delventhal ergänzte: „Das ist immer noch nicht das, was wir uns vorstellen.“ Allerdings fehlten hierfür mit Florian Liszkowski, Daniel Moderau und Wolfgang Pesch auch drei wichtige Kreativspieler.

Tobias Delventhal (rechts) legt den Ball an Jewgeniy Derr vorbei, verpasst aber seinen zweiten Treffer.

Trotz der aussichtslosen Lage steckte Scheeßel nicht auf, Wendland baute weiter mutig um. So rückte auch Innenverteidiger Mike Sprenger ins Mittelfeld und brachte spürbar mehr Schwung. Die beste Chance zum Ehrentreffer besaß Jan Loos, dessen Ball Simon Willenbrock noch auf der Linie wegköpfte (77.). 

Der Gastgeber wirkte im Offensivspiel längst nicht mehr so druckvoll, nahm zu oft das Tempo raus und kam dennoch zum 5:0 nach einem Linke-Schuss ins linke Eck. „Wir haben Scheeßel zu wenig auseinandergespielt“, monierte Knappik, dessen Team zwar nicht mehr ins Titelrennen eingreifen kann, dafür aber mit nun 64 Saisontoren die beste Offensive der Liga vorweist. Eine Statistik, die Scheeßel egal ist. „Auf Schönspielerei können wir nicht zählen, wir müssen alles über den Kampf machen“, gibt Wendland die Devise für die nächsten Wochen aus.

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