0:2 – Bothel verliert gegen Unterstedt

Linke und Lauridsen leiten zum Sieg

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Schneller unterwegs: Vincent Wuttke gewinnt in dieser Szene den Zweikampf gegen Bothels Cedric Neuschwander (links). Auch am Ende hatten die Unterstedter Grund zur Freude, schließlich gewannen sie mit 2:0.

Bothel - Die Ansage von Florian Liszkowski war deutlich: „Keinen Prozentpunkt weniger“, forderte der Kapitän der SG Unterstedt nach dem Führungstreffer seines Teams durch Sebastian Lauridsen (55.). Und seine Mannschaft gehorchte ihm, legte noch eine Schippe drauf und gewann so letztlich das Auswärtsspiel gegen den TuS Bothel in der Fußball-Kreisliga mit 2:0 (0:0).

Großen Anteil am Erfolg der Gäste hatte Stürmer Leon Linke, der kaum zu stoppen war – weder von seinen Gegenspielern noch von Verletzungen. So zog sich der 21-Jährige in der 19. Minute bei einem klassischen Zweikampf eine Platzwunde am Hinterkopf zu. Mit vereinten Kräften versuchte die Unter- stedter Bank um Uwe Delventhal, die Blutung zu stoppen – erfolglos. „Leon wollte aber unbedingt weiterspielen. Er war nicht zu bremsen“, erzählte der Co-Trainer schmunzelnd. Linke hatte sich offenbar noch eine Menge vorgenommen. So lief er einige Augenblicke später mit einem weißen Turban-Verband wieder auf. Der Stürmer bereitete das Lauridsen-Tor vor, krönte seinen starken Einsatz durch das 2:0 in der 85. Minute, um dann kurz vor dem Abpfiff mit Krämpfen in beiden Beinen von seinen Teamkollegen vom Platz getragen zu werden. „Er hat auf jeden Fall alles gegeben“, so Delventhal.

Eine Aussage, der Luca Griech zustimmt. Auch der Co-Trainer des TuS Bothel sah in Linke den entscheidenden Mann für die Niederlage seiner Mannschaft. „Er ist uns zu oft davon gerannt, da hat einfach manchmal die Puste gefehlt“, kritisierte er. „Vor dem 1:0 tanzte er problemlos gleich mehrere Spieler von uns aus. Das war zu einfach“, so Griech. Dabei lieferte der TuS Bothel eigentlich eine souveräne Vorstellung ab. Vor allem in der ersten Halbzeit kam er auf seine Chancen – zum Beispiel durch Gianfranco Cusimano. Er köpfte der in der 45. Minute freistehend in die Arme von Unterstedts Keeper Phillip Krüger. Und auch Stürmer Nico Schanowski, der mutig spielte und oft einen Schritt schneller als seine Gegenspieler war, machte es den Unterstedtern oft schwer. „Letztlich hat uns in einigen Situationen das letzte Stückchen Glück gefehlt“, bedauerte der Co-Trainer. Er vertrat an der Seitenlinie Interimstrainer Christoph Meinke, der nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder für den TuS Bothel auflief.

Während Unterstedt mit dem Sieg wieder auf dem dritten Tabellenplatz liegt, wird die Luft für Bothel auf dem letzten Nichtabstiegsplatz langsam dünn.

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