Unterstedt bezwingt Hamersen mit viel Dusel im ersten Relegationsspiel zur Kreisliga

Linke dreht das Ding – 2:1

Matchwinner für die SG Unterstedt war Leon Linke (l.), dessen Schuss hier von Hamersens Jan Detjen (M.) abgeblockt wird. - Foto: Freese

Unterstedt - Von Matthias Freese. Eines stand für Leon Linke fest: „Das war das geilste Spiel, was ich je gemacht habe“, meinte der Stürmer der SG Unterstedt. Verständlich, schließlich hatte der 18-Jährige die erste Aufstiegspartie für den Vizemeister der 1. Fußball-Kreisklasse Süd mit zwei Toren gedreht und damit den 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen den Kreisliga-Viertletzten SV Hamersen hergestellt – jeweils vorbereitet vom ebenfalls 18-jährigen Theo Kettenburg.

Die beiden Jüngsten im Team der Unterstedter Jungspunde öffneten damit vor einer beeindruckenden Kulisse von rund 300 Zuschauern die Tür zur Kreisliga einen großen Spalt. Nun können die Grün-Weißen am nächsten Mittwoch eintreten, wenn sie auch beim TuS Tarmstedt, dem „Vize“ der Nordstaffel, gewinnen sollten.

Hamersen droht indes der Abstieg, obgleich das Team eine Halbzeit lang klar besser war. „In den Zweikämpfen waren sie viel präsenter, wir waren die erste Halbzeit viel zu nervös und nicht griffig genug“, räumte Unterstedts Coach Fabian Knappik ein. Und sein Kompagnon Uwe Delventhal ergänzte: „Da hätte Hamersen mehr Tore machen können und müssen.“ So rehabilitierten sich die Gäste von Trainer Ralf Milbrandt zwar für ihr 1:6-Desaster im letzten Punktspiel gegen den MTV Jeddingen, belohnten sich aufgrund einer mangelhaften Ausbeute jedoch nicht. Einzig Dirk Haller traf nach einem Freistoß von Christoph Meyer zum 1:0 (9.).

„In der Halbzeit hat Fabian dann etwas die Kabine gerockt“, berichtete Delventhal. Nun war Unterstedt wacher, dominanter, allerdings auch weiterhin anfällig. Glück hatte Maximilian Schulwitz, dem am Tag zuvor noch ein Anhänger auf den Fuß gefallen war und der deshalb nicht von Anfang an spielte. Gegenspieler Meyer fiel in der 57. Minute im Strafraum über sein Bein – der Pfiff von Referee Henning Meyer (MTV Elm) blieb aus. Und auch in der Schlussphase forderte Hamersen mehrfach Elfmeter – nach einem Duell zwischen Timo Bahrami und Gästespieler Thai-Hoa Nguyn (90.), aber vor allem nach einem Handspiel von Simon Willenbrock (90.+2). „Da haben wir echt Schwein gehabt“, gestand auch Schulwitz ehrlich ein.

Innerhalb von nur drei Minuten hatte der Gastgeber derweil die Partie gedreht. Erst zog Linke nach Kettenburg-Pass satt ab (67.), dann grätschte der kleine und wendige Angreifer in eine Kettenburg-Flanke rein (70.) – 2:1. Da war es für Hamersen nur ein schwacher Trost, dass das anschließende Elfmeterschießen mit 5:4 gewonnen wurde – es kommt erst zum Tragen, wenn alle drei Teams am Ende punkt- und torgleich sein sollten.

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