„Gutes Bauchgefühl“

Leyens neuer Werkzeugkoffer: Neuer Coach gibt Einstand gegen Achim/Baden

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Klaas-Marten Badenhop, der interimsweise als Co-Trainer eingesprungen war, gibt indes seinen Platz auf der Bank ab – „ich hab jetzt wieder Freizeit“, sagt er. Co-Trainer ist ab sofort wieder Thorsten Misere (rechts).

Der Mann hat einen Plan – „und eine unglaubliche Ausstrahlung in der Halle“. Thorsten Misere kommt aus dem Schwärmen kaum heraus, wenn er über Jörg Leyens spricht. Die Anerkennung und Wertschätzung für den neuen Trainer der Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg ist nicht zu überhören.

Rotenburg - „Der erste Eindruck ist sehr, sehr positiv. Das muss ich ganz ehrlich so sagen“, gesteht Interimscoach Misere. Er ist unter Leyens nun wieder Co-Trainer und rückt in die zweite Reihe. Also raus aus dem Fokus. Der Scheinwerfer ist schließlich ab sofort auf Jörg Leyens gerichtet. Und das findet er gar nicht mal so gut. „Ja, ich bin der neue Trainer. Aber ein Trainer ist nicht der Hauptdarsteller. Ich bin nur so gut, wie die Mannschaft spielt“, stellt der Stuhrer klar. Wie gut das wirklich ist, zeigt sich am Samstag (19 Uhr) im Spiel bei der SG Achim/Baden.

Leyens hat am Dienstagabend seine erste Trainingseinheit geleitet. „Wir sind gut gestartet, die Stimmung war super. Mir hat’s großen Spaß gemacht“, berichtet er. Er habe die Mannschaft schnell besser kennengelernt und früh beobachtet, worauf es ankommt. „Wir haben vom Tempo her einiges gemacht, viel für schnelle Beine“, sagt er. Das Team sei trainigswillig und bereit, viele Tipps anzunehmen. „Der Handball-Werkzeugkoffer ist auf jeden Fall gut gefüllt. Die Qualität stimmt“, ist sich der Coach sicher.

Einige Spieler müssten nur wieder zu sich finden, um diese langfristig auch abrufen zu können. „Der eine braucht Zuspruch, bei einem anderen reicht ein Schulterklopfer“, hat Leyens bereits festgestellt. Daher habe er während des Trainings immer mal wieder Gespräche geführt, kleine Korrekturen vorgenommen. „Wichtig ist aber das gegenseitige Vertrauen, der Wohlfühlfaktor und, dass die Jungs den Kopf endlich freibekommen. Das sind für mich die Voraussetzungen für Erfolg.“

Und an diesem scheitert es momentan beim TuS Rotenburg. Trotz zuletzt starker Partien gegen den ATSV Habenhausen (18:20) und die HSG Delmenhorst (30:32) fehlen die Punkte. Dabei dürfe aber nicht vergessen werde, wie gut der Wümme-Club gegen diese Top-Teams der Liga jeweils über weite Teile des Spiels mitgehalten hätte. „Es ist wichtig, wie man sich präsentiert. Das spricht für sich. Die Mannschaft hat zuletzt wenig Fehler gemacht“, sagt Leyens. Auch wenn diese letztlich zwar spielentscheidend gewesen seien, könne und wolle er auf diese geringe Fehlerquote aufbauen. „Das sind prima Jungs. Ich habe ein gutes Bauchgefühl.“

Jörg Leyens

Das Steigerungspotenzial innerhalb des Teams will Jörg Leyens nutzen – zur spielerischen Entwicklung. „Es gibt Spieler, die von ihrem Naturell eher hektisch sind. Jetzt ist aber Coolness gefragt. Ich glaube, das ist ein Begriff, den die junge Mannschaft gut verstehen kann“, sagt der Coach. Wichtig sei, dass der Fokus auf der eigenen Leistung liege – „ganz egal, wie unser Gegner heißt“, fordert Leyens.

„Wenn unsere Abwehr weiterhin so stabil steht und wir die Fehlerquote gering halten, haben wir in den nächsten Spielen alle Chancen.“ Für diese Prognose brauche er keine Glaskugel, auch wenn er durchaus mal einen kurzen Blick in die Zukunft riskieren würde – „geht aber ja leider nicht“, sagt der 61-Jährige lachend.

Von daher muss und will sich Leyens weiterhin auf sein Bauchgefühl verlassen. Übrigens auch, was die Aufstellung seiner Mannschaft angeht. „Auf einigen Position wird es definitiv auf die Tagesform der Spieler ankommen“, weiß er. Daher habe er sich über die Startformation gegen Achim/Baden noch keine Gedanken gemacht. „Alles zu seiner Zeit“, betont er.

Das trifft übrigens auch auf die vollständige Coach-Bekleidung zu. Trainingsanzug mit Initialien? Bislang Fehlanzeige. „Wenn ich das richtig beobachtet habe, hatte er beim Training aber immerhin schon mal ein Shirt in unseren Farben an“, verrät Thorsten Misere lachend. Dass Leyens diese besser stehe, als die des TV Oyten, sei „natürlich gar keine Frage“.

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