ANPFIFF Neue Keeperin des TuS Westerholz greift nach Unfall in Landesliga an

Leuenroth kämpft sich zurück

Freude auf den Saisonstart: Coach Wilhelm Schiwy darf sich mit Laura Soutschek, Elise Seiferth, Stefanie Leuenroth, Katharina Mehrtens und Lena Gerdes (von links) über fünf Neuzugänge freuen.
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Freude auf den Saisonstart: Coach Wilhelm Schiwy darf sich mit Laura Soutschek, Elise Seiferth, Stefanie Leuenroth, Katharina Mehrtens und Lena Gerdes (von links) über fünf Neuzugänge freuen.

Westerholz – Sie kann von Glück sprechen, dass sie in der neuen Landesliga-Saison für den TuS Westerholz zwischen den Pfosten stehen kann. Aber nicht etwa, weil ihr Ex-Verein TV Stemmen der 17-Jährigen keine Freigabe geben wollte. Stefanie Leuenroth hatte in diesem Jahr einen folgenschweren Unfall mit dem Motorrad, bei dem sie schwerst verletzt wurde. „Ich habe wieder neu laufen lernen müssen“, verrät sie. Inzwischen ist das Torwart-Talent aber wieder fit, will mit den Blau-Weißen ordentlich angreifen.

Ihre Verpflichtung ist zweifellos ein Glückfall für die Westerholzerinnen. Schließlich war das Team von Neu-Trainer Wilhelm Schiwy verzweifelt auf der Suche nach einer neuen Keeperin. Bislang war Tabea Albers der sichere Rückhalt des Teams. „Ich werde auch weiterhin da sein, wenn man mich braucht“, lautet ihre klare Ansage. Die Umsetzung dieser könnte sich aber schwierig darstellen. Albers ist beim Bundeszentralamt für Steuern beschäftigt und studiert nebenbei noch Jura in Bonn. Die 23-Jährige hat ihren Wohnsitz somit auch in die westdeutsche Stadt am Rhein verlagert und ist nur coronabedingt hier in der Heimat.

Die Suche nach Ersatz gestaltete sich zunächst schwierig. Die erst 18-jährige Sophia Riepshoff verbessert sich zwar stetig, steht derzeit aber noch bei der Reserve im Kasten. Die Zusage von Leuenroth kam letztlich überraschend, aber genau zur richtigen Zeit. „Das ist eine richtig Gute, das macht Spaß“, sagt Torwart-Trainer Paul Hädecke über das neue Gesicht zwischen den Pfosten.

Bereits in der Winterpause schlossen sich Katharina Mehrtens (TuS Tarmstedt) und Lena Gerdes (FSV Findorf) dem TuS Westerholz an, seinerzeit noch unter Coach Patrik Czichos. Ein Pflichtspiel konnten die Mittelfeldspielerinnen aber noch nicht bestreiten. Somit war für sie klar, weiterhin in Westerholz zu bleiben und ihre Stärken voll auszuspielen: „Es macht Spaß und wir wollen uns auch hier beweisen“, so Gerdes. Aus dem Jugendbereich verstärken zudem Elise Seiferth (Rot-Weiß Scheeßel) und Caprice Eggert (JSG HWJ) das Team. Auch die schnelle Laura Soutschek ist nun einsatzbereit. Sie hatte sich vor knapp einem Jahr noch in einem Juniorenspiel einen Kreuzbandriss zugezogen.

Bedauerlich sind derweil die Abgänge der Leistungsträgerinnen: Lena Troschka hat sich Regionalligist ATS Buntentor angeschlossen. Sarah Lucka-Lahde legt zudem eine persönliche Pause ein, während Imke Schröder (geborene Seyer) weiterhin an einer Fußverletzung laboriert. Das Comeback der Leistungsträgerin ist noch offen.

Dennoch ist Coach Wilhelm Schiwy durch und durch optimistisch: „Die Trainingsbeteiligung ist sensationell, bis auf die Urlauber sind alle dabei“, merkt er, dass die Lust auf Fußball groß ist. Eine „Herzensangelegenheit“ der Frauenabteilung der Blau-Weißen hat der Bremer außerdem aufgegriffen: „Wir haben wieder Gemeinschaftstraining mit der zweiten Mannschaft (Kreisliga) zusammen absolviert.“ Katrin Riepshoff und seine spielende Co-Trainerin Marleen Delventhal seien dem Neu-Trainer dabei eine große Hilfe. „So kann es natürlich auch sein, dass ich 20 bis 30 Spielerinnen auf dem Trainingsplatz habe. Dann ist es aber auch so. Außerdem muss die Durchlässigkeit beider Teams da sein“, ist der Trainer ein Freund von „immer verbinden und nicht trennen“. Wobei seine Denkweise keinesfalls Kritik an seinem Vorgänger Czichos sein soll: „Er hat es so gemacht, ich mache es so. Patrik hat eine tolle Erfolgsgeschichte vorgelegt, das ist nicht zu toppen“, spielt Schiwy auf den Double-Sieg der vergangenen Saison mit Titel und Pokal an.

Um in der neuen Serie ähnlich erfolgreich zu sein, gilt für den Coach: „Bei allen Dingen, die wir machen, müssen wir vorrangig Spaß in der Gemeinschaft haben – allerdings mit der gebotenen Ernsthaftigkeit. Wir sind eine Gemeinschaft, da gibt es gewisse Regeln. Und wenn dazu noch Erfolg kommt, ist es ganz wunderbar.“ Realistische Titelchancen sieht Schiwy allerdings nicht. Zu schwer wiegen die Abgänge. Um die Routiniers Marleen Delventhal, Sandra Koschker und Anna-Lena Könsen werde aber eine starke Mannschaft ins Rennen geschickt. „Wir wollen eine gute Saison spielen und versuchen, uns vorne mit einzubringen. Wir haben viele Mädels im Kader. Es ist alles möglich“ fiebert Schiwy dem Start entgegen.

Von Iris Schmökel

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