Leistung statt großer Töne 

Hauke Riebesehl überzeugt beim Rotenburger SV II als Führungsspieler

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Mit 20 Jahren Mittelfeldmotor und Kapitän in Personalunion: Hauke Riebesehl stand in dieser Spielzeit in der Kreisliga 18-mal in der Startelf des Rotenburger SV II.

Rotenburg - Von Nicolas Tréboute. Das Herz im Mittelfeldzentrum des Rotenburger SV II ist gerade einmal 20 Jahre jung, enorm schnell und seit Beginn der zweiten Saisonhälfte als Anführer des Fußball-Kreisligisten für die gegnerischen Teams auf den ersten Blick zu erkennen.

Hauke Riebesehl, der kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung als Vermessungstechniker steht, hat seit dem Trainerwechsel von Christoph Drewes zu Patrick Werna die Kapitänsbinde inne. Vor dem Derby beim SV Rot-Weiß Scheeßel morgen (15 Uhr) sprachen wir mit dem Youngster über die neugewonnene Verantwortung, seine persönliche Entwicklung und die Unterschiede zwischen seinen bisherigen beiden Übungsleitern im Herrenbereich.

Hat Ihr Mannschaftskollege Janno Hornig die Kapitänsbinde freiwillig rausgerückt oder mussten Sie die Muskeln etwas spielen lassen?

Ich musste schon etwas Überzeugungsarbeit leisten (lacht). Nein, Janno ist jetzt für eine längere Zeit im Urlaub und weiß, dass es besser ist, wenn jemand Kapitän ist, der auch da ist.

Wie fühlt sich für Sie diese neue Verantwortung an?

Erst einmal muss ich sagen, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass Patrick Werna mich zum Kapitän machen würde. Es ist für mich eine große Ehre und eine große Verantwortung, die Mannschaft auf dem Platz vertreten zu dürfen.

Sind Sie von Natur aus ein Lautsprecher?

Grundsätzlich bin ich privat nicht so, dass ich jedem meine Meinung auf die Nase binden muss. Aber dafür bin ich auf dem Platz sehr emotional. Ich denke, das hilft bei diesem Amt.

Sie spielen nun Ihre zweite komplette Saison im Herrenbereich. Fällt Ihnen diese schwerer oder leichter?

Schwerer ist es auf jeden Fall nicht, da ich mich vor allem spielerisch weiterentwickelt habe. In der Jugend habe ich Außenverteidiger gespielt, als ich zu den Herren kam, auf Grund meiner Schnelligkeit zunächst auf dem offensiven Flügel. Jetzt bin ich auf der Sechs angekommen und würde dies auch als meine Stammposition bezeichnen. Ganz so schlecht kann ich es also nicht gemacht haben.

Seit Beginn des Jahres ist Patrick Werna Ihr Trainer. Was sind die größten Unterschiede zu seinem Vorgänger Christoph Drewes?

Es ist keiner besser oder schlechter. Der größte Unterschied für mich ist aber, dass Patrick einen strategischeren Ansatz verfolgt. Das ist aber ganz normal, da er als Coach durch seine Arbeit im Jugendbereich viel mehr Erfahrung besitzt. Christoph ist dafür sehr emotional und an der Außenlinie ständig präsent. Man kann von beiden auf jeden Fall sehr viel mitnehmen.

Aktuell steht ihr Verein auf Rang acht. Schauen sie bei zehn Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone noch nach unten oder geht der Blick nach oben?

Dass wir in den oberen Regionen noch einmal angreifen, glaube ich nicht. Dafür haben wir bisher zu viele Punkte verspielt. Das darf bei unseren vielen Personalwechseln und dem Trainerwechsel aber auch nicht der Anspruch sein. Beim Blick nach unten habe ich aber auch keine Angst, da wir spielerisch ein starkes Team sind. Uns fehlt nur ab und an ein Tor mehr.

Am Sonntag steht das Derby gegen Scheeßel an. Gibt es dort jemanden, mit dem Sie vor solch einem Spiel die ein oder andere Nachricht austauschen?

Ich kenne viele aus der Mannschaft, da ich in Scheeßel zur Schule gegangen bin und dort auch arbeite. Aber großartig jemandem anzukündigen, dass wir sie weghauen werden oder so, muss ich nicht. Das zeige ich lieber im Spiel durch meine Leistung, und im Nachhinein gibt es vielleicht noch mal einen Spruch.

Ist die erste Mannschaft des RSV für Sie ein Ziel?

Erst mal nicht. Ich werde nach meiner Ausbildung studieren gehen und habe keine Ahnung, ob ich überhaupt zum Training kommen könnte. Und das ist einfach ein großer Faktor dabei.

Wer ist der beste Spieler, mit dem Sie bisher zusammengespielt haben?

Als Verteidiger auf jeden Fall Christoph Drewes. Ansonsten Florian Tinzmann. Abgesehen von seinem spielerischen Potenzial hat er einfach diese gewisse Art auf dem Platz. Er ist enorm präsent, bringt eine große Ruhe mit und schafft es einfach, eine Begegnung in die Hand zu nehmen. Hinzu kommt, dass er grundsätzlich irgendwelches Geplänkel mit Gegenspielern vermeidet.

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