Mit Leidenschaft, aber ohne Punkte

Wurfschwache Hurricanes unterliegen den Bergischen Löwen zum Start – 59:66

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Andrea Baden (r.) gibt alles – hier im Duell gegen Viktoria Jäger. „Es war ganz schön physisch“, so die Hurricanes-Akteurin.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Coach Christian Greve zeigte Emotionen, sein Team Leidenschaft – doch weil zu viele Würfe nicht im Korb landeten, starteten die Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes mit einer 59:66 (21:30)-Niederlage gegen die SG Bergische Löwen vor 230 Zuschauern in Scheeßel in die Saison. „Es ist nie schön, das erste Spiel zu Hause zu verlieren. Und richtig ärgerlich ist es, weil es ein Team war, das wir hätten schlagen können“, haderte auch Flügelspielerin Andrea Baden.

Die Löwen aus Bergisch Gladbach waren ohne ihre zweite gelistete US-Kraft Kristi Mokube angetreten, dafür mit den erfahrenen Profis Magdalena Gawronska aus Polen und Last-Minute-Verpflichtung Majda Ghariani aus Frankreich – beides Guards. Am auffälligsten agierte aber die Amerikanerin Marquisha Harris: 19 Punkte, 19 Rebounds! Zudem setzten die ambitionierten Gäste von Beginn an auf einen – passend zum Namen – „bissigen“ Spielstil, überschritten auch einige Male die Grenze des Erlaubten. 

Manches ahndeten die Unparteiischen Tim Krause/Tim Naujoks, aber eben nicht alles. Wie etwa ein Doppelfoul von Martha Middeler und Ghariani an Mirja Beckmann und Pia Mankertz, wodurch die Gäste im Gegenzug durch Tatiana Tenorio zum 30:21-Pausenstand trafen. „Es war ganz schön physisch“, merkte Baden an.

Für Christian Greve waren aber weder die Referees („Ich fand das mit denen in Ordnung, weil sie auch kommunikativ sind“) noch die Härte ausschlaggebend. „Wenn man es genau nimmt, haben wir es an der Freiwurflinie verloren“, verwies er auf die Statistik. Die Quote lag bei nur 56 Prozent. Die der Bergischen Löwen war ebenfalls schwach, mit 61 Prozent aber den nötigen Tick besser. 

Auch bei den anderen Würfen lagen die Damen von Coach Jermain D. Barnes knapp vorne, bei den Rebounds deutlich – 45:35. „Die Quoten waren wirklich nicht so gut“, gestand auch Baden. Im ersten Viertel war ihr nervös wirkendes Team nur auf eine elfprozentige Trefferquote aus dem Spiel heraus gekommen.

Coach Greve hatte den Grund dafür parat: „Die eine oder andere Spielerin erhält vom mir im Training momentan Korrekturen für den Wurf. Da müssen sich die Automatismen noch einstellen. Da bin ich aber beharrlich.“ Auch seine beiden US-Profis waren noch nicht auf dem erhofften Niveau. Centerin Alecia Cooley kam nach Anlaufproblemen immerhin auf 14 Punkte und elf Rebounds. 

„Ein Double-Double zu haben, ist in Ordnung. Sie hat am Brett aber auch leichte Würfe danebengesetzt“, wusste Greve. Auf Kama Griffitts hatten die Löwen von Beginn ein waches Auge geworfen. Sie hatte Anfang des dritten Viertels ihre beste Phase, als sie zur Aufholjagd wichtige Punkte beitrug. Mit einem 12:1-Run zogen die Hurricanes da kurzzeitig vorbei.

Neben Kapitänin Pia Mankertz, mit Abstand beste Hurricanes-Akteurin, waren es vor allem die Talente, die gefielen und mehr Einsatzminuten als vergangene Saison unter Mahir Solo erhielten. Schon früh schickte Greve Vivien Stoll aufs Feld – die 18-Jährige Centerin dankte mit vier Punkten. Lotta Stach besorgte aus der Distanz die 33:31-Führung (24.), Melda Tölle beantwortete einen Dreier mit Brett von Gawronska mit genau diesem Wurf zum 53:53 (34.). 

„Doch in der entscheidenden Phase haben wir nicht den Fluss in der Offense gehabt“, fand Greve. Auch die Stop-the-Clock-Taktik ging nicht auf. Griffitts kassierte ihr fünftes Foul (40.), Beckmanns Dreier – bei noch 29 Sekunden auf der Uhr – zum 59:61 war der letzte Hoffnungsschimmer, ehe sie den Ball nach Missverständnis mit Mankertz ins Aus passte.

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