Leichtathletik-Bilanz: Wegener startet furios, lässt dann aber nach / Männlicher Bereich stagniert

Koß macht auf sich aufmerksam

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Vanessa Koß wusste vor allem im Kugelstoßen zu überzeugen: Rotenburgs Werferin verbesserte sich um mehr als zwei Meter.

Rotenburg - Von Karsten Müller-Scheeßel. Für die heimische Leichtathletik ist es eine gute Nachricht: Nach einem Jahr bei der LG Nordheide und einigen Monaten in Australien startet Sophia Michels wieder für den TuS Rotenburg.

Mit 19 Jahren ist sie in der Trainingsgruppe von Coach Claus Dierks der Routinier. Das ist aber nicht die einzige, positive Nachricht aus der hiesigen Szene, schließlich waren die Altkreis-Athleten im Jahr 2014 ausgesprochen gut in die Saison gestartet und holten einige Titel sowie vordere Platzierungen.

Allerdings war der Nordkreis wieder erfolgreicher als der Altkreis Rotenburg. Sechs Landesmeistertitel gingen zum TSV Bremervörde und der LAV Zeven. Zevens Jannik Dohrmann beeindruckte vor allem durch seine Vielseitigkeit. Vier Mal ist er auf Bundesebene unter den ersten 25 zu finden, stolze 15 Mal taucht er unter den Top Ten in der Landesbestenliste der M15 auf.

Anfang des Jahres lief es auch für Rotenburgs Mara Wegener (U18) und Katharina Eberle (TuS Bothel/W14) sehr erfolgreich: Sie wurden in Hannover niedersächsische Hallenmeisterinnen über 200 Meter (25,66 Sekunden) beziehungsweise 60 Meter (8,09). Bereits Anfang Mai schaffte Wegener mit 4615 Punkten die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im Siebenkampf. Einen Monat später folgten beim Pfingstsportfest in Zeven mit 12,39 und 25,14 Sekunden die Normen über 100 und 200 Meter. Besonders ihre 200-Meter-Zeit katapultierte sie weit nach vorne: Jahresbeste in Niedersachsen und 24. in Deutschland. Die großen Hoffnungen, die sie damit für die weitere Saison weckte, löste die Mehrkämpferin jedoch nicht ein, auch wenn es bei den Landesmeisterschaften über 200 Meter und im Siebenkampf noch jeweils zu Platz drei reichte. Weder sie selbst noch Trainer Claus Dierks haben für den Leistungsabfall in der zweiten Saisonhälfte genaue Erklärungen.

Einen Sprung nach vorne hat 2014 indes Rotenburgs Werferin Vanessa Koß (U18) gemacht. Das gilt besonders für das Kugelstoßen, wo sie sich von 11,79 Metern um mehr als zwei Meter auf 13,86 Meter verbessert hat. In Deutschland war sie damit auf dem 37. und in Niedersachsen auf dem zweiten Platz. Bei den Landesmeisterschaften wurde sie knapp geschlagen und erreichte mit 13,58 Metern den Vizemeistertitel. Im Speerwerfen steigerte sie sich auf 41,45 Meter und wurde Dritte bei den niedersächsischen Titelkämpfen. Koß ist 1997 geboren und muss sich daher ab sofort in der U20 mit schwereren Gewichten auseinandersetzen.

Nicht zufrieden mit ihrer Leistungsentwicklung kann Teamkollegin Anna-Lena Fitschen (U18) sein. Weder über 100 Meter Hürden noch im Weitsprung, ihren beiden Paradedisziplinen, erreichte sie eine Steigerung. Besonders im Weitsprung hat sie bisher ihre überragende Sprungkraft nicht in entsprechende Weiten umsetzen können.

Katharina Eberle (TuS Bothel) ist erst 14 Jahre alt. Mit 12,80 Sekunden über 100 Meter belegt sie auf Bundesebene den 29. und in Niedersachsen den dritten Platz. Den gleichen Rang belegte sie auch bei den Landesmeisterschaften.

Nicht viel gibt es aus dem männlichen Jugendbereich im Südkreis zu berichten. Immo Petersen (TuS Rotenburg) schaffte es über 400 Meter Hürden in die Bundesbestenliste der U18 auf den 46. Rang. Sein gleichaltriger Teamkollege Sebastian Loss steigerte sich über 100 Meter auf respektable 11,27 Sekunden. Beide sind jedoch hauptsächlich in einer anderen Sportart unterwegs: Immo Petersen geht beim Handball des Wümme-Clubs auf Torejagd, Sebastian Loss spielt bei GW Rotenburg in der Tennis-Oberliga. So bleibt als einzig „echter“ Leichtathlet Rotenburgs Tjorben Segelken (U18), der im Diskuswerfen mit 35,72 Metern Dritter bei den Landesmeisterschaften wurde. Mit 38,01 Metern liegt er in der niedersächsischen Bestenliste auf Rang acht.

Last, but not least: das Ratsgymnasium hat erneut beim Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ den Wettkampf II der Mädchen auf Landesebene gewonnen und durfte Niedersachsen beim Bundesfinale in Berlin vertreten. Dort belegte das Team Rang 13. Garant des Erfolgs ist Sportlehrer Michael Plötz, dem es Jahr für Jahr aufs Neue gelingt, auch Mädchen in seiner Mannschaft zu integrieren, die von Haus aus keine Leichtathletinnen sind.

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