Trainingseinheiten mit der Landesliga-Elf zahlen sich für Keeper aus

Lauridsens Erfolgsrezept: Sich selbst unter Druck setzen

Der Ball ist in sicheren Händen: Sebastian Lauridsen (l.) war gegen den TSV Wallhöfen ein starker Rückhalt für den Rotenburger SV II. - Foto: Freese

Rotenburg - Das Lob des Trainers kam an. „Es hat mich gefreut, so etwas zu hören“, gesteht Sebastian Lauridsen. Und er schließt sich der Meinung von Dariusz Sztorc an: „Im Moment bin ich einfach gut drauf.“ Wohl wahr: Der Keeper des Rotenburger SV II strahlte beim 2:1-Heimsieg in der Fußball-Bezirksliga gegen den TSV Wallhöfen eine enorme Sicherheit aus und war der Garant für den Dreier.

Schon seit Wochen befindet sich der 23-jährige Dachdecker in bestechender Form. Und das kommt nicht von ungefähr. „Er trainiert sehr fleißig“, weiß auch Coach Sztorc von Sonderschichten zu berichten. Meist sind es drei Übungseinheiten plus Spiel, denn Lauridsen nimmt regelmäßig am Training der Landesligamannschaft teil. Schließlich ist er dort nach dem Weggang von Ersatzkeeper Karim Attia als Aushilfe fest eingeplant.

Schon in der Vorbereitung reiste der Jeersdorfer deshalb mit der Fitschen-Elf nach Malente. „Das Trainingslager hat mir sehr geholfen und mich gefördert. Und wenn man dort mitmacht, setzt man sich auch selbst ein bisschen unter Druck, um immer besser zu werden.“ So schließt es Lauridsen auch nicht aus, in Zukunft höherklassiger zwischen den Pfosten zu stehen. „Wer hat das Ziel nicht?“, fragt er rhetorisch, sagt aber auch: „Ich fühle mich bei der Zweiten sehr wohl, die Kollegen sind einfach super.“

Gegen Wallhöfen war es deutlich zu sehen: Hohe Bälle fing Lauridsen ohne Unsicherheit ab – selbst satte Fernschüsse klebten an seinen Handschuhen wie Papier an Pattex. Lediglich bei einem „Ausflug“ hatte er sich ein Mal verschätzt, zeigte aber ansonsten auch akrobatische Einlagen wie gleich in der Anfangsphase, als er einen platzierten Schuss von Sergej Baitler mit einer fast schon spagatähnlichen Grätscheinlage um den Pfosten lenkte. „Als Junge habe ich mal versucht, einen Spagat zu machen – aber ich glaube, da würde ich mir alles brechen und reißen“, meint Lauridsen und lacht.

Seine Stärken sieht aber auch er „auf jeden Fall auf der Linie und bei Flanken“. Und Verbesserungsbedarf? „Ich muss noch ein bisschen ruhiger werden beim Spielaufbau, den Ball auch mal kurz halten“, sagt er und schätzt seine Leistung realistisch ein.

Für eine besondere Motivation hatte aber auch sein Trainer gesorgt – Dariusz Sztorc hatte ihm gegen Wallhöfen das Kapitänsamt übertragen. Für Lauridsen ist das allerdings mit Extrakosten verbunden. „Das erste Mal die Kapitänsbinde kostet bei uns eine Kiste“, verrät er schmunzelnd. Und ergänzt: „Ich glaube, ich werde lieber gleich zwei kaufen.“

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