Laura Rahn spricht über das Pokal-Aus, ihren Ex-Club Saarlouis und Franzbrötchen

„Es ist schwierig, auf der anderen Seite zu spielen“

+
Wiedersehen: Laura Rahn trifft morgen auf ihr Ex-Team und Coach René Spandauw.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Für Laura Rahn ist es eine ganz besondere Partie: Drei Jahre lang spielte der Power Forward des Basketball-Erstligisten Avides Hurricanes für den TV Saarlouis – nach ihrem Wechsel trifft die 28-Jährige morgen (18.30 Uhr, Pestalozzihalle Rotenburg) erstmals auf ihren Ex-Club.

Mal ehrlich, war der kurzfristige Hallenwechsel schuld, dass Ihr Team am Dienstag gegen Oberhausen aus dem Pokal geflogen ist?

Laura Rahn: Der Hallenwechsel selbst nicht so, aber dass es sich so lange hingezogen hat und wir erst nicht wussten, ob wir überhaupt spielen. Oberhausen ist da besser mit zurechtgekommen, das merkt man ja am ersten Viertel – das war grauenhaft. Die wirkten wacher und wir haben in den anderen Partien viel besser zusammengespielt. Dabei hätte es eigentlich unser Vorteil sein müssen, weil es ja die Halle war, in der wir trainieren. Aber so Tage gibt‘s. Wir können glücklich sein, dass es ein Pokalspiel war. Ist zwar ein Standardspruch, aber jetzt können wir uns auf die Liga konzentrieren. Ein Abstieg wäre schlimmer.

Können Sie das so einfach abhaken?

Rahn: Ja, das können wir.

Mit dem TV Saarlouis kommt jetzt Ihr alter Club. Schlagen da zwei Herzen in einer Brust?

Rahn: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, das ginge so an mir vorbei. Ja, das belastet mich schon. Ich habe dort drei Jahre gewohnt und gespielt, mit einigen den Abstieg und Aufstieg mitgemacht – das verbindet. Es ist total schwierig, jetzt auf einmal auf der anderen Seite zu spielen.

Gibt es denn im Vorfeld eine Kontaktsperre zu den ehemaligen Mitspielerinnen?

Rahn: Nö, gar nicht. Ich habe gerade noch mit Levke Brodersen geschrieben und auch Jamailah Adams und Gina Groß habe ich schon mitgeteilt, was sie mir mitbringen sollen. Die wollen dafür alle Franzbrötchen haben, die muss ich ihnen besorgen, weil‘s die in Saarlouis nicht gibt.

Auch zu Ihrem Ex-Trainer René Spandauw haben Sie ein sehr gutes Verhältnis.

Rahn: Ja, ich war lange sein Kapitän und bin mit ihm auch im Guten auseinandergegangen. Er konnte verstehen, dass ich wieder nach Hause wollte.

Können Sie Ihrem jetzigen Coach Christian Greve noch den einen oder anderen Tipp geben, wie Saarlouis zu schlagen ist?

Rahn: Natürlich spricht er mit mir darüber. Ich weiß ja, wie sie spielen, dass sie schnell spielen und viel übers Fastbreak machen. Einerseits ist es ein Vorteil, dass ich René Spandauw kenne und weiß, wie er coacht. Aber er kennt mich ja auch genauso gut. René ist sehr präzise und scoutet ganz penibel.

Wie ist Saarlouis denn zu knacken?

Rahn: Da will ich nicht zu sehr vorgreifen, weil ich weiß, dass René das liest. Ich weiß natürlich, wo deren Schwächen liegen und wir werden versuchen, das auszunutzen.

Eine Stärke ist sicherlich Levke Brodersen, Rookie des Jahres, oder?

Rahn: Ja, die Auszeichnung ist total gerechtfertigt. Keine andere hätte es mehr als sie verdient gehabt. Aus Levke wird noch mal viel, für ihr Alter hat sie eine gute Spielübersicht, verteidigt gut und wirft auch gut.

Können die Hurricanes Saarlouis schlagen?

Rahn: Wenn wir besser werfen als gegen Oberhausen, dann ja. An einem guten Tag können wir gewinnen, dann brauchen die aber auch einen schlechten. Schließlich haben sie ganz andere Ziele als wir. Die wollen oben mitspielen, da ist es alles noch professioneller.

Mehr zum Thema:

Was ist denn neu beim BMW 4er?

Was ist denn neu beim BMW 4er?

Strick, Flausch, Promis - Berliner Fashion Week startet

Strick, Flausch, Promis - Berliner Fashion Week startet

Frachter prallt gegen Brücke - Schiffsführer tot

Frachter prallt gegen Brücke - Schiffsführer tot

Neujahrsempfang der Stadt Visselhövede

Neujahrsempfang der Stadt Visselhövede

Meistgelesene Artikel

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Die Nimmermüden

Die Nimmermüden

Utz Bührmann: „Der Druck ist gewaltig“

Utz Bührmann: „Der Druck ist gewaltig“

Kommentare