Lange Pause für Illinger

Stürmer trotz Kreuzbandriss optimistisch: „Stecke nicht den Kopf in den Sand“

Martin Illinger (l., im Duell mit Hauke Riebesehl vom Rotenburger SV II) wird seinem TV Stemmen in dieser Saison nicht mehr helfen können. Ein Kreuzbandriss zwingt ihn zum Zuschauen. - Foto: Freese
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Martin Illinger (l., im Duell mit Hauke Riebesehl vom Rotenburger SV II) wird seinem TV Stemmen in dieser Saison nicht mehr helfen können. Ein Kreuzbandriss zwingt ihn zum Zuschauen.

Stemmen - Von Nicolas Tréboute. Es passierte in der Anfangsviertelstunde des Fußball-Kreisligaderbys zwischen dem TV Stemmen und dem TV Sottrum vor eineinhalb Wochen. Stemmens Martin Illinger gab einen Torschuss ab. „Dabei ist mein Bein weitergeschwungen, das Knie aber leider nicht“, erinnert sich der Stemmer Angreifer. Die Diagnose: Kreuzbandriss im vorderen rechten Knie – und damit das Saisonaus für den Führungsspieler, der in der vergangenen Spielzeit 18 Treffer erzielt hatte.

„Wie sehr mich das nervt? Auf einer Skala von eins bis 100, auf jeden Fall 100“, gibt Illinger unumwunden zu. Mitleid möchte der 28-Jährige deswegen aber nicht: „Ich stecke auf keinen Fall den Kopf in den Sand.“ Eine Woche war der gelernte Großhandelskaufmann nur krankgeschrieben, dann konnte er schon wieder gut laufen. „Das hat mich selbst überrascht. Ich dachte vorher immer, dass man dann erst mal gar nichts machen kann“, gesteht Illinger.

Seine Mannschaft unterstützte er am vergangenen Spieltag beim wichtigen 4:3-Sieg über den FC Ostereistedt/Rhade bereits mit vollem Einsatz von der Außenlinie – und das trotz zeitweise strömenden Regens. „Das ist meine Truppe, da ist es ganz selbstverständlich, dass ich mit dabei bin“, erklärt Illinger und fügt hinzu: „Ich übernehme jetzt eben andere Aufgaben und versuche die Jungs zu pushen.“ Dabei erlebte der Offensivspieler eine echte emotionale Achterbahnfahrt, inklusive mehrfachem Führungswechsel und einer 70-minütigen Unterzahl aufgrund des Platzverweises gegen Kapitän Nils-Ole Beckmann. „Eines habe ich festgestellt: Um beim TV Stemmen von außen zusehen zu können, muss man auf jeden Fall starke Nerven haben. So etwas wie ruhige Phasen gibt es da nicht“, sagt der zweifache Saisontorschütze.

Mitte Januar hat Illinger in einer Hamburger Klinik einen Termin für das Operationsgespräch. „Ich rechne damit, dass ich dann Anfang Februar operiert werde“, prognostiziert er. Dass der Stemmer in dieser Spielzeit noch einmal zum Einsatz kommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Für seinen Verein erschwert dies bei fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz die Aufgabe Klassenerhalt ungemein. Denn in den vergangenen beiden Spielzeiten kam Illinger erst in der Rückserie richtig auf Touren. „Wir bleiben trotzdem drin“, lässt er keine Zweifel aufkommen.

In der kommenden Saisonvorbereitung wieder dabei zu sein, ist nun Illingers großes Ziel. Bis dahin will er intensiv an seiner Rückkehr auf den Platz arbeiten. Dabei erhält er materielle Unterstüzung von Mannschaftsführer Beckmann: „Ole hat sich vor einiger Zeit auch nach einem Kreuzbandriss zurückgekämpft und ist dabei auch eine Art Vorbild für mich. Er hat schon gesagt, dass ich von ihm das ganze Reha-Equiment bekomme.“

In seiner Laufbahn war Illinger bislang nie schwer verletzt gewesen. Lediglich an eine Schleimbeutelenzündung erinnert er sich noch – ebenfalls erlitten in einem Spiel gegen den TV Sottrum. „Ich habe schon zum Trainer gesagt, dass ich gegen die dann nicht mehr spielen werde, wenn ich wieder da bin“, erklärt er augenzwinkernd.

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