„Kann keinen Nachteil entdecken“

Rotenburger SV schließt Vertrag mit dem Streaming-Portal sporttotal.tv

Im Internet sind bereits zahlreiche Oberliga-Spiele zu sehen, nun will der RSV seine Landesliga-Spiele streamen lassen. - Foto: Menker
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Im Internet sind bereits zahlreiche Oberliga-Spiele zu sehen, nun will der RSV seine Landesliga-Spiele streamen lassen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Landesliga-Fußball auf der Couch schauen? Live-Übertragungen via Internet aus dem Ahe-Stadion verfolgen? Keine Zukunftsmusik mehr, sondern schon bald Realität.

Der Rotenburger SV hat sich dazu entschlossen, ein Angebot von „sporttotal.tv“ anzunehmen und seine Spiele streamen zu lassen. „Ich kann da keine Nachteile entdecken“, sagt Präsident Peter Grewe, dem der Vertrag bereits vorliegt. 

Die Medialisierung des Amateurfußballs erreicht die Landesliga, nachdem die Pilotphase vergangene Saison in der Regionalliga Nord und der Oberliga Niedersachsen gestartet war. Arminia Hannover hatte sich als einziger Oberligist dagegen ausgesprochen. 

So werden unter anderem auch vom RSV-Nachbarn Heeslinger SC die Spiele aus dem Waldstadion gestreamt. Und zwar mit einer intelligenten 180-Grad-Kamera, die nicht nur steif das komplette Spielfeld zeigt, sondern automatisch dem Spielball folgt und keiner Bedienung vor Ort bedarf.

Kostenlos zu verfolgen

Im Internet sind die Spiele, aber auch Zusammenfassungen kostenlos über das Portal zu verfolgen. Die Zugriffszahlen liegen laut Sporttotal-Sprecher Alexander Neyer pro Spiel im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Gemeinsam mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) schloss das Kölner Medienunternehmen eine Partnerschaft „zur Steigerung der Visibilität des Amateurfußballs“ für zehn Jahre ab. Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) gehörte zu den Vorreitern.

Für die Vereine entstehen Stromkosten und eine monatliche Pauschale von 9,90 Euro. „Das ist nicht viel“, findet Peter Grewe und ergänzt: „Außerdem können die Trainer sich so die Spiele noch mal angucken.“ Der Hintergedanke der Spielanalyse begeistert auch RSV-Coach Tim Ebersbach: „Das wäre super. Ich würde darauf sofort zurückgreifen“, sagt er.

Livestream sei Chance für Außendarstellung

Dass womöglich Zuschauer wegbleiben und lieber zu Hause im warmen Sessel das Spiel schauen, glaubt Grewe nicht: „Ein Stadionbesuch ist immer noch ein Stadionbesuch.“ Vielmehr sei der Livestream eine Möglichkeit „der Außendarstellung“ des Vereins – und seiner Sponsoren.

„Wir liefern die komplette Infrastrukur“, sagt Digital-Marketing-Manager Neyer. Eine Begehung im Ahe-Stadion fand bereits statt. „Und die Stadt hat auch grünes Licht gegeben“, berichtet der RSV-Marketingbeauftragte Paul Metternich. Noch diese Saison rechnet Sporttotal mit Übertragungen aus dem Ahe-Stadion. „Wenn die Vertragsunterzeichnung vorliegt, brauchen wir drei bis vier Wochen, um den Verein live zu schalten“, verrät Neyer.

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