Sottrumer Coach will den Umbruch beim Landesligisten vorantreiben

Kühnlein plant ohne Arlt und Walker

Norbert Kühnlein (l.) gibt auch künftig die Kommandos: Sottrums Coach will den Umbruch fortsetzen – und kann dabei auf Hendrik Splittgerber und Physiotherapeutin Ela Nijland bauen. - Foto: Freese

Sottrum - Von Jürgen Honebein. Norbert Kühnlein hat sich einiges vorgenommen. „Ein Jahr hänge ich noch dran, um den Umbruch der Mannschaft weiter zu begleiten“, begründet der 48-jährige Coach, warum er beim Handball-Landesligisten TV Sottrum auch in der Saison 2017/2018 auf der Bank sitzen wird – dann schon im neunten Jahr.

Der Franke, der 2005 der Liebe wegen von Nürnberg nach Sottrum gezogen war, ist nicht nur Trainer der Männermannschaft, sondern auch Abteilungsleiter und Coach der weiblichen B-Jugend.

Mit dem bisherigen Saisonverlauf mit seinem Landesligisten ist er trotz mancher Rückschläge gar nicht unzufrieden: „Oft wird vergessen, wie viele gestandene Spieler zu Saisonbeginn bei uns aufgehört haben oder mir nicht mehr zur Verfügung standen“, nennt er Eric Kruse, Christian Warschke, Hauke Herbst, Julian Eggert, Dennis Neiß, Eike Westermann, Max Schlusnus und auch Claas Freymuth, der erst seit wenigen Wochen wieder dabei ist. „Das ist mehr als eine komplette Sieben“, betont Kühnlein. Außerdem kann er selten komplett trainieren. „Wir haben viele Schichtarbeiter im Team. Daher war es schwierig, bestimmte Spielabläufe zu trainieren“, bedauert Kühnlein. Vor allem fehlt es aber noch an einem Leitwolf, wie Eric Kruse, der jetzige Co-Trainer, einer war. „Er hat immer gesagt, wo es lang geht.“ Dafür ist der augenblickliche zehnte Platz fast schon optimal. „Wir haben zwar einige Punkte verschenkt, benötigen aber im Höchstfall nur noch einen Punkt zum Klassenerhalt. Den werden wir uns holen“, ist Kühnlein überzeugt.

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen für die neue Saison. Nach derzeitigem Stand werden Marco Walker und Kilian Arlt aufhören. Walker ist der Aufwand, ganz aus Delmenhorst zu kommen, zu groß, Arlt ist als Arzt beruflich zu sehr eingespannt. „Die Abgänge müssen natürlich kompensiert werden. Wir sind auch schon mit vier bis fünf Spielern im Kontakt, aber eine Vollzugsmeldung können wir frühestens nach Saisonende geben, denn es gibt bei allen noch Fragezeichen“, sagt Kühnlein.

Seine vorrangige Aufgabe in der nächsten Saison sieht er darin, den Umbruch weiter voranzutreiben und möglichst abzuschließen: „Diese Aufgabe reizt mich total, obwohl ich weiß, wie schwierig sie ist.“ Jetzt geht es aber erst mal darum, möglichst im nächsten Spiel am 22. April in eigener Halle gegen die HSG Stuhr den Punkt zu holen, der zum endgültigen Klassenerhalt fehlt. „Wenn mir vor Saisonbeginn einer gesagt hätte, wir haben vier Spiele vor Ende der Saison den Klassenerhalt sicher, hätte ich das nicht für möglich gehalten. So schlecht kann die Saison objektiv betrachtet also gar nicht gewesen sein“, findet Kühnlein.

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