Neuzugang rechnet nur mit Kurzeinsätzen / „Abstieg haben sie nicht verdient“

Kühn hat wieder Lust

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Katharina Kühn (am Ball) bei einem ihrer letzten Auftritte im Nationaltrikot, im Mai 2011 gegen Bulgarien. Heute läuft sie erstmals für die Hurricanes auf. ·

Scheessel - Von Matthias FreeseKatharina Kühn ist vor dem Treffen mit alten Freunden die Gelassenheit in Person. „Ich find’s nicht so schlimm, sondern eher lustig und freue mich auf das Wiedersehen – auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass es noch so kommen würde“, sagt die ehemalige Basketball-Nationalspielerin, die heute (19.30 Uhr, Scheeßel) ausgerechnet gegen ihren Ex-Club TSV Wasserburg ihr Comeback und ihr Debüt für die abstiegsbedrohten BG ’89 Avides Hurricanes feiert.

Eine prominentere Basketballerin hatten die Hurricanes noch nie in ihren Reihen: Kühn gehörte zehn Jahre zum A-Nationalteam, kam auf 70 Länderspiele und 235 Punkte, ehe sie im Juni 2011 ihre internationale Karriere mit der EM-Partie gegen Montenegro beendete. Die Centerin spielte bereits in Spanien beim Erstligisten Acis-Suli León, ehe sie 2006 zum TSV Wasserburg wechselte, um dort drei Mal Meister und zwei Mal Pokalsieger zu werden.

„Meine drei EM-Teilnahmen und die Titel mit Wasserburg waren meine Highlights. Und definitiv auch mein Jahr in Spanien“, sagt die 31-Jährige, die mit ihren 1,93 Metern auch die größte Akteurin im neuen Team ist. Noch vor wenigen Wochen hatte sie bei den Hurricanes abgesagt, „aus Vernunftsgründen“. Doch nun wird sie doch helfen: „Ich habe wieder Lust, und es wäre doch schade, wenn die BG ’89 absteigen würde – das haben sie nach dieser Hinrunde nicht verdient.“

Zuletzt hatte Kühn ihr neues Team im Heimspiel gegen den USC Freiburg gesehen, dort auch den Passantrag unterschrieben und sich dann in den langgeplanten Urlaub verabschiedet. Auch wenn sie die Niederlagenserie überrascht hat, ist sie von der Qualität überzeugt. Kühn selbst will aber keine zu großen Hoffnungen wecken, verweist darauf, dass sie ohnehin weniger für die Punkte, sondern mehr für das Verteidigen zuständig ist und betont: „Ich glaube nicht, dass man mit zwei Mal Training nach acht Monaten Pause so viel beisteuern kann. Ich weiß nicht, wie fit ich wirklich bin. Ich denke, es werden nur Kurzeinsätze für mich sein. Außerdem können es die anderen ja auch.“

Eines scheint jedoch klar: Die im Hamburg wohnende Kühn will die Hurricanes nicht nur bei Heimspielen unterstützen. „Wenn man einsteigt, macht es auch Sinn, einige Auswärtsspiele mitzumachen“, erklärt sie.

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