Sottrums Rückraumakteur „gibt den Takt an“ / Unterstützung von der Familie

Kruse kocht in Trainingshose

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Selten zu stoppen: Sottrums Rückraumspieler Eric Kruse ist laut Trainer Norbert Kühnlein „der Leitwolf“ innerhalb der Mannschaft. ·

Sottrum - Von Mareike LudwigIn kurzer Trainingshose und mit seiner Sporttasche über der Schulter, ist Eric Kruse noch eine halbe Stunde vor Spielbeginn in der Küche seines Restaurants rumgelaufen, um seine Mitarbeiter einzuteilen. Der selbstständige Koch hat „total Bock“ auf Handball, und setzt daher alle Hebel in Bewegung, um in der Landesliga für den TV Sottrum auf Torejagd zu gehen.

Das gelang ihm im Spiel gegen die HSG Verden-Aller besonders gut. Mit 14 Treffern stellte der 35-Jährige eine neue persönliche Saisonbestleistung auf. „Es kam mir im Spiel gar nicht so vor, dass ich so häufig getroffen habe. Ich hatte 17 Mal aufs Tor geworfen, damit hatte ich ja nur drei Fehlwürfe“, freute sich Kruse über seine gute Leistung.

Dass er in der Partie nicht in Manndeckung genommen wurde, verwunderte ihn. „Damit haben wir nicht gerechnet. Aber auch sonst hätten wir eine geeignete Alternative gefunden“, erklärte der Sottrumer. Und auch sein Trainer Norbert Kühnlein war von der Verdener Abwehr etwas überrascht: „Wir hatten uns schon darauf eingestellt, da Eric fast immer in Manndeckung genommen wird. Wahrscheinlich war bei den Verdenern jedoch keiner dabei, der ihn hätte aufhalten können.“ Aber nicht nur gegen den Aufsteiger zählte Kruse wieder einmal zu den Leistungsträgern. Auch sonst nimmt der Sottrumer nach Aussage von Kühnlein „das Heft in die Hand und ist der Leitwolf in der Mannschaft. Er gibt den Takt an, und wenn es mal sein muss, wird er auch ganz schön laut.“

Dank der Unterstützung und Rückendeckung seiner Familie kann der zweifache Vater fast an jeder Trainingseinheit teilnehmen. „Wie ich alles unter einen Hut bekomme, frage ich mich auch manchmal. Meine Mitarbeiter sind zum Glück sehr kooperativ und kriegen es auch ohne mich gut in den Griff. Zudem steht meine Familie immer hinter mir“, sagt der Rückraumspieler, der beim Handball nach einem stressigen Arbeitstag entspannt. „Beim Training stelle ich meinen Kopf in die Ecke und schalte ihn aus. Das ist der beste Ausgleich für mich“, erklärt der ehrgeizige Kruse, der trotz seiner mittlerweile 35 Jahren noch nicht ans Aufhören denkt. „Ich gucke von Jahr zu Jahr. Aber wenn meine Knochen und meine Familie mitmachen, spiele ich sehr gerne noch weiter.“

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