„Da kriegst du immer einen ab“

Rotenburgs Linksaußen Lukas Misere über den Start in die Oberliga

+
Lukas Misere (am Ball) bekam am eigenen Leibe zu spüren, dass es in der Oberliga noch körperbetonter zur Sache geht.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Dämpfer zum Saisonauftakt oder Mutmacher für die kommenden Spiele? Nach dem 17:21 gegen die SG VTB/Altjührden zur Premiere in der Handball-Oberliga bleibt Aufsteiger TuS Rotenburg jedenfalls optimistisch. Das zeigt sich auch im Interview mit Linksaußen Lukas Misere (21).

Mal ehrlich, haben Sie im ersten Spiel einen deutlichen Unterschied im Vergleich zur Verbandsliga gespürt?
Lukas Misere: Ja, das war definitiv eine andere Hausnummer. Das hat man gleich in den ersten Minuten gemerkt. Es ging aber ja auch direkt gegen den Drittliga-Absteiger und Titelanwärter – das war schon ein ganz schönes Brett. Aber wir reifen auch mit der Herausforderung. Natürlich waren die abgezockter und hatten die Cleverness, die uns noch fehlt, aber ich denke, am Ende haben wir auch eine gute Perfomance gezeigt.

Ging es auch mehr zur Sache als eine Liga tiefer?
Misere: Die Oberliga ist schon viel körperbetonter. Das ist echt ein Unterschied. Das merkt man sehr, wenn man in die Lücke geht – da kriegst du immer einen ab. Mit Einzelaktionen kommst du da selten zum Erfolg.

Sie selbst waren auch über weite Strecken gut abgemeldet ...
Misere: Ja, stimmt. Man ist aber auch ziemlich angespannt – erstes Oberliga-Spiel, volle Halle, das erste Mal auf höherem Niveau. Das war der erste Härtetest, da musste ich mich auch erst mal wieder reinfinden. Und Ivo Warnecke (Spielertrainer der SG VTB/Altjührden, Anm. d. Red.) hatte seine Jungs gut auf uns eingestellt. Wir haben ja auch erst spät unseren ersten Tempogegenstoß gehabt – das, was uns sonst in der Verbandsliga ausgezeichnet hat.

Insgesamt gab es auch nur fünf Rotenburger Torschützen ...
Misere: Am Ende waren die Tore auf zu wenige Schultern verteilt. Bei den anderen Mannschaften sind das meist zehn bis zwölf Spieler. Da müssen die anderen noch mehr in die Bresche springen, die können es ja genauso.

Jetzt geht es Sonntag zum Mitaufsteiger ATSV Habenhausen II, der zum Auftakt bei der SG Achim/Baden gewonnen hat. Steht Ihr Team bereits unter Erfolgsdruck?
Misere: Nein, daran denke ich nicht. Es war uns vorher klar, dass wir nicht so einen Start hinlegen wie in der Verbandsliga. Auch wenn wir mit drei, vier Niederlagen starten sollte, mache ich mir keine Gedanken.

Klingt ganz so, als hätten Sie durchaus Respekt vor Habenhausens Reserve ...
Misere: Wir tun uns in Habenhausen immer schwer. Außerdem ist es das erste Spiel in dieser Saison mit Klebe – und das gegen einen Aufsteiger mit Rückenwind. Gegen die muss man geduldig bleiben. Und wir müssen in jedem Spiel mehr als 100 Prozent geben, um etwas Zählbares zu holen. Dann werden wir unsere Punkte auch sammeln. Bringen wir nur 90 Prozent, werden wir mit leeren Händen dastehen.

Das könnte Sie auch interessieren

BVB nach 3:0 beim HSV Tabellenführer - 96 verpasst Sieg

BVB nach 3:0 beim HSV Tabellenführer - 96 verpasst Sieg

Oktoberfest 2017: Das waren die Eindrücke vom fünften Tag

Oktoberfest 2017: Das waren die Eindrücke vom fünften Tag

Düsseldorf Spitzenreiter in Liga zwei

Düsseldorf Spitzenreiter in Liga zwei

Thyssenkrupp will mit Tata neuen Stahlgiganten schaffen

Thyssenkrupp will mit Tata neuen Stahlgiganten schaffen

Meistgelesene Artikel

Ahrens trotzt seinem Knie

Ahrens trotzt seinem Knie

Meinke-Ahrens-Duo schlägt dank Bennet Rosilius erneut zu

Meinke-Ahrens-Duo schlägt dank Bennet Rosilius erneut zu

Zusammenführung im Zentrum

Zusammenführung im Zentrum

Hesse: „Wir sind überrascht“

Hesse: „Wir sind überrascht“

Kommentare