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SG Unterstedt gelingt gegen Hesedorf/Nartum noch das 2:2, weil Orth zur Stelle ist

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Von: Matthias Freese

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Kevin Romer schießt, Unterstedts Keeper Phillip Krüger streckt sich.
Vergeblich gestreckt: Kevin Romer lässt Unterstedts Keeper Phillip Krüger keine Chance. Theo Kettenburg (3.v.l.), Dominik Rosenbrock (2.v.l.) und Kristan Baden (l.) schauen zu. © Freese

Am Ende war es ein packender Kreisliga-Fight ohne Sieger: Die SG Unterstedt holte ein 0:2 nach einem echten „Kacktor des Monats“ auf und sorgte bei der FSV Hesedorf/Nartum mit dem 2:2 für einen weiteren Rückschlag im Titelrennen. Einer freute sich ganz besonders darüber ...

Unterstedt – Kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit eilte Florian Liszkowski noch in Richtung Eckfahne, in deren Nähe sich Tomas Meyer als Zaungast positioniert hatte. Der Kapitän des Fußball-Kreisligisten SG Unterstedt hielt einen kurzen Plausch mit dem Coach des Spitzenreiters SV Anderlingen – und abgemacht war der Deal. „Ein Punkt, dann gibt es eine Kiste“, rief Meyer noch Liszkowski hinterher. Nun ist er in der Pflicht: Unterstedt kam gegen Anderlingens größten Meisterschaftsrivalen, die FSV Hesedorf/Nartum, trotz 0:2-Rückstand zu einem 2:2 (0:1) und griff damit – selbst längst ausgeschieden – indirekt ins Titelrennen ein.

„Wir haben unnötig Punkte liegengelassen, für Anderlingen ist das sicher ein Vorteil“, wusste Patrick Klee, der Co-Trainer der FSV Hesedorf/Nartum, ohne aber den Titel bereits abzuschreiben: „Nee, am Ende gucken wir, wer oben steht.“ Die Unterstedter spielten gerne den Spielverderber, nachdem sie die Gäste bei beiden Gegentoren noch freundlich unterstützt hatten. Erst klatschte Keeper Phillip Krüger den Ball nur ab, statt zu fausten – Kevin Romer bedankte sich (20.). Richtig kurios fiel die 2:0-Führung: Simon Maruhn vergab für Unterstedt noch eine dicke Chance, Hesedorfs Keeper Moritz Meyer schlug den Ball ab – und überraschte damit Gegenüber Krüger. Der Ball trumpfte auf, wurde immer länger und schneller und Krüger kam, gleichzeitig von Dominik Rosenbrock unter Druck gesetzt, nicht mehr an den Ball (47.). Blöd, dass die Platzherren in der Halbzeit noch den Rasen gesprengt hatten ... „Das darf mir trotzdem nicht passieren“, gestand Krüger. „Aber ich musste den Schritt rausgehen, weil Rosenbrock gewartet hatte.“ Torschütze Meyer feierte seinen Treffer in Bodybuilder-Pose und meinte später: „Weit gekommen bin ich schon oft mit den Abschlägen, aber ein Tor habe ich damit noch nie gemacht.“

Krüger kassiert „Kacktor des Monats“ ‒ Meyer mimt den Bodybuilder

Anschließend wehrten sich die Gastgeber vor rund 130 Zuschauern vehement gegen die Niederlage und investierten viel in ihr Offensivspiel. Immer wieder stieß Liszkowski über den Flügel durch, während vorne der eingewechselte Jonathan Orth für Druck und Gefahr sorgte. Daniel Moderau nutzte eine Liszkowski-Flanke per Kopf zum 1:2 (62.), Orth belohnte sich für sein Nachsetzen im Liegen mit dem 2:2 (78.). Kurz zuvor war Hesedorf in Unterzahl geraten: Lasse Rosebrock hatte wegen seiner Aktion gegen Maruhn erst Gelb gesehen, dann korrigierte sich Referee Steffen Nabert (TuS Zeven) nach Rücksprache mit Assistent Guido Ehlers – Rot wegen „groben Foulspiels“, klärte der Unparteiische auf. Nach dem Abpfiff zeigte er Gäste-Coach Vitalij Kalteis noch Gelb-Rot wegen Meckerns.

Bis dahin hatten beide Teams die Visiere komplett hochgeklappt – hochkarätige Torchancen wechselten sich in einem nun packenden Fight ab. „In der zweiten Hälfte war der Wille da, wir waren am Drücker. Wir können am Ende aber auch verlieren“, wusste Unterstedts Trainer Patrick Werna.

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