Kreis-Rotenburg - Der Abstieg ist kein Zufall

Der Abstieg ist kein Zufall

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Mediengruppe Kreiszeitung

Kreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. 85, 75, 65 – die Zahlen sprechen für sich. Der Rotenburger SV hat nicht nur den Kampf um den Oberliga-Verbleib verloren, sondern auch seine Zuschauer. Die fanden sich in den letzten Spielen im Ahe-Stadion nur noch im zweistelligen Bereich ein. In der Wümmestadt interessiert sich aktuell kaum noch jemand für den RSV. Das ist traurig, aber wahr – und auch selbstverschuldet.

Da hat sich der Club finanziell konsolidiert, gilt inzwischen als zuverlässiger Arbeitgeber, was die monatlichen Zahlungen betrifft, doch sportlich ist die Saison unterm Strich eine einzige Enttäuschung: Nur 17 Punkte nach 30 Spielen sind ein Armutszeugnis für einen Kader, in dem durchaus mehr steckt. Vor allem die Rückrunde verlief mit nur sechs Punkten äußerst erfolglos. Und das, obwohl mit Bekim Murati ein echter Stürmer mit Qualität dazu-stieß. Die Verletztenmisere aus der Hinrunde kann da nicht mehr als Grund herhalten. Und was hilft es, immer wieder zu betonen, dass das Team in vielen Spielen auf Augenhöhe war – Augenwischerei! Der Abstieg ist nicht schönzureden. Und er ist kein Zufall!

Dass trotz dieser Saison der Vertrag mit Jan Fitschen verlängert wurde, ist hingegen keine Selbstverständlichkeit, wohl aber eine Verpflichtung für die neue Serie. Auch der Trainer-Novize muss sich natürlich hinterfragen. Manche vermeintlichen Leistungsträger ebenso – zumindest die, die an Bord bleiben. Zur Tagesordnung darf jetzt nicht übergangen werden, auch wenn nicht alles nur negativ war.

Es gab auch positive Überraschungen: Atilla Iscan, Ercan Baris und Jannis Niestädt gehören dazu – sie kamen aus dem Jugendbereich oder unteren Klassen und setzten sich durch. Andere schafften den Sprung nicht und liefen den eigenen Ansprüchen hinterher.

Nun also Landesliga. Die neue Klasse könnte für den RSV ein Segen sein, denn allein schon aufgrund der zahlreichen Derbys hat die Landesliga mehr Reiz als die Oberliga und dürfte den einen oder anderen Zuschauer wieder ins Ahe-Stadion locken. Auch die Aussicht auf mehr Erfolge ist vorhanden. Ein Selbstläufer wird es jedoch nicht – das sollten sie wissen an der Wümme, sonst wird der Abstieg doch noch zum Fluch.

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