Visselhövedes Keeper pariert und verwandelt selbst

Kregel und das Pokal-Déjà-vu

Visselhövedes Michael Lohmann (vorne) hatte es nicht immer leicht gegen Manuel Brunkhorst (l.). Fotos: Freese
+
Visselhövedes Michael Lohmann (vorne) hatte es nicht immer leicht gegen Manuel Brunkhorst (l.).

Visselhövede - Das kurze „Danke“, das Jan-Hendrik Warncke beim Umarmen Keeper Max Kregel zuwarf, ging im ganzen Jubel fast unter. Das Eigentor des Innenverteidigers war zu dem Zeitpunkt aber auch längst vergessen, schließlich zog sein VfL Visselhövede im Heimspiel des Fußball-Kreispokals gegen den Klassenrivalen TSV Groß Meckelsen auch so ins Halbfinale ein. Eben weil der Schlussmann ein Déja-vu-Erlebnis der besonderen Art hatte – und sogar noch einen draufsetzte. Nach seiner Parade gegen Philipp Kaiser verwandelte er den entscheidenden Elfer selbst zum 6:5 (1:1/0:0)-Endstand für den Kreisliga-Spitzenreiter.

„Irgendwie läuft das mit den Elfmetern seit dem Spiel bei der SG Unterstedt“, meinte Kregel und dachte sofort an die zweite Runde, als er im Elfmeterschießen bereits mit zwei Paraden der Matchwinner war. Dieses Mal hielt er gegen den vierten Schützen Nils Schlesselmann und musste doch in die „Verlängerung“, weil Oliver Dittmer wiederum an Lukas Fitschen gescheitert war. 

Patrick Peter, Marcel Fischer, Drilon Demaku und Yunes Parvizi hatten indes für die Heidestädter getroffen. „Nach den ersten drei Elfmetern war ich schon etwas verzweifelt, weil die so gut geschossen waren“, gestand Kregel. Dann blieb er auch gegen Kaiser der Sieger – und ging anschließend selbst zum Punkt. „Die Jungs haben ,Du‘ gerufen. Und ich habe mir gedacht, wenn ich schon gehalten habe, mache schieße ich auch selbst. Ich fühle mich immer relativ sicher, wenn ich antrete“, sprudelte es auch dem 26-jährigen Torwart heraus.

Max Kregel brüllt die Freude nach dem zweiten gehaltenen Elfmeter heraus und tritt daraufhin selbst an.

„Es zahlt sich eben aus, wenn man zwei Torhüter mit Qualität hat“, freute sich auch Trainer Thomas Heidler. Er fügte aber auch an: „Im Pokal geht‘s nur ums Weiterkommen.“ Wohlwissend, dass der Tabellenführer der Kreisliga spielerisch einiges vermissen ließ und die Gäste aus dem Nordkreis ebenbürtig waren. Viele Pässe kamen bei den Gastgebern nicht an, allzu oft probierten sie es mit langen Bällen und halfen beim Gegentor auch noch kräftig mit. Eine Flanke von Manuel Brunkhorst grätschte Warncke über die eigene Linie (66.).

Der sitzt: Jan-Hendrik Warncke (l.) trifft ins eigene Tor.

Nach einem der wenigen guten Spielzüge über Peter, Demaku und Warncke gelang Fischer der Ausgleich (83.). Anschließend schlug die Stunde von Kregel. Und der stellte fest: „Die Lokomotive läuft noch.“ In der Tat: Visselhövede bleibt in Pflichtspielen weiter ungeschlagen.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Barock und Bio im Bliesgau

Barock und Bio im Bliesgau

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Kampf gegen Corona: Italien verlängert Ausgangsverbote

Der neue Defender bringt einen Hauch Safari in den Alltag

Der neue Defender bringt einen Hauch Safari in den Alltag

Die gesündere Alternative zu Weizen?

Die gesündere Alternative zu Weizen?

Meistgelesene Artikel

Leyens zieht Schlussstrich

Leyens zieht Schlussstrich

Basketball-Bundesligen ohne Abschlusstabellen

Basketball-Bundesligen ohne Abschlusstabellen

Handballer Max Nosowadtko muss Afrika-Abenteuer absagen

Handballer Max Nosowadtko muss Afrika-Abenteuer absagen

TNB verschiebt Tennis-Saison

TNB verschiebt Tennis-Saison

Kommentare