RSV kommt in Zeven nur zu einem 2:0-Sieg / Mickelat spielt selbst / „Da war wenig Dampf drin“

Klützke und Schwarzkopf schlenzen

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Man kennt sich: Kevin Klützke (hinten) im Duell mit Zevens Björn Mickelat.

Zeven - Von Matthias Freese. Ein Zwei-Klassen-Unterschied? Nicht zu erkennen! Es war vielmehr ein Duell auf Augenhöhe, was die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV und die Bezirksliga-Kicker des gastgebenden TuS Zeven gestern bei rund 30 Grad zeigten. Die Tore zum 2:0 (1:0)-Sieg der Wümme-Elf – beide aus der Distanz erzielt von Kevin Klützke und Janis Schwarzkopf – waren das Beste am Spiel.

Dem RSV bleibt die Erkenntnis, dass er sich im Einspielen für die neue Saison weiter schwer tut. Auch gestern fehlte Coach Jan Fitschen wieder mehr als ein halbes Dutzend an Spielern, weil sie privat verhindert oder aber verletzt waren. Mit den verbliebenen 16 Leuten hatte der Trainer durchaus Mitleid: „Die waren platt, denn es war ja auch keine einfache Woche“, sagte er und fügte nur ein Wort als Erklärung an: „Vorbereitung!“ Nach harten Trainingseinheiten nahm er den wenig überzeugenden Auftritt deshalb gelassen zur Kenntnis und wechselte im zweiten Durchgang mehrmals durch.

Einer, der sich 90 Minuten als Innenverteidiger beweisen durfte, war Neuzugang Ferhat Kadah. Und auch, wenn spürbar war, dass sich der vom SSV Hülsen gekommene Verdener im defensiven Mittelfeld wohler fühlt, sah Fitschen in ihm durchaus eine Alternative in der Abwehr. Dafür agierte Kevin Klützke vor der Viererkette, ließ sich aber auch immer wieder zurückfallen, sodass daraus kurzfristig eine Fünfer-Formation mit hochstehenden Außen wurde. „Hinten stehen wir eigentlich ganz gut, aber wir spielen nach vorne nicht klar genug“, erkannte auch der Torschütze zum 1:0. Unmittelbar vor der Pause war es, als Klützke einen Freistoß aus 25 Metern in den rechten Winkel schlenzte. Bereits in der fünften Minute hätten die Zevener allerdings in Führung gehen müssen, doch Keeper Lucas Mensing hatte klasse gegen Maurin Rädiger pariert.

In der zweiten Halbzeit wechselte sich Zevens Trainer Björn Mickelat – letzte Saison noch als Stürmer in Diensten des RSV – aufgrund der Personalnot selbst ein. Und fast wäre sein Team zum Ausgleich gekommen, als Christoph Drewes das Tempo von Rädiger nicht mitgehen konnte, der Ball aber nur an der Latte landete (61.). Das Aluminium traf auch der im zweiten Durchgang beim RSV als Stürmer aufgebotene Janis Schwarzkopf (76.). Ihm gelang allerdings auch noch das 2:0 mit einem gefühlvoll von der Strafraumgrenze geschlenzten Ball (81.). Teamkollege Aleksandr Friauf scheiterte mit der letzten Chance des Spiels an der Latte (86.).

„Da war heute wenig Dampf drin“, musste Kevin Klützke einräumen. „Zudem stand Zeven gut hinten drin und hat nach vorne durchaus Qualität.“ Das erfreute auch Björn Mickelat, der wiederum über seinen Ex-Club meinte: „Wenn Rotenburg das Spiel machen muss, haben sie immer Probleme.“ Keine neue Erkenntnis, aber zutreffend.

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