SPIELERIN DES WOCHENENDES

Delia Kollakowski entdeckt den Torinstinkt

Delia Kollakowski hat allen Grund zum Strahlen: Die Angreiferin des TuS Westerholz avancierte gleich zwei Mal hintereinander zur Matchwinnerin.
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Delia Kollakowski hat allen Grund zum Strahlen: Die Angreiferin des TuS Westerholz avancierte gleich zwei Mal hintereinander zur Matchwinnerin.

Westerholz – Normalerweise steht sie überhaupt nicht gerne im Mittelpunkt, sondern überlässt lieber anderen die erste Reihe. Bescheiden, zurückhaltend und teamorientiert – diese drei Adjektive beschreiben Delia Kollakowski sehr treffend. Durch ihre beiden jüngsten Auftritte bei den Landesliga-Fußballerinnen des TuS Westerholz kann die Angreiferin jedoch nicht länger ihren Kopf einziehen. Versteckspiel unmöglich, schließlich avancierte sie in beiden Spielen durch ihre jeweiligen Doppelpacks zur Matchwinnerin. Beim Liga-Auftakt gegen den ESV Fortuna Celle (2:1) traf sie ebenso zweifach wie auch schon die Woche zuvor im Niedersachsenpokal gegen den HSC Hannover (2:1).

„In beiden Spielen war es eine super Mannschaftsleistung. Meine Tore waren einfach so gut herausgearbeitet. Das Lob verdiene ich daher nicht alleine“, sagt die Goalgetterin bescheiden. Dennoch freut es sie, die Anerkennung für ihre starken Auftritte zu erhalten. „Natürlich ist es ein schönes Gefühl. Mit zu viel Lob kann ich aber nicht so gut umgehen, da wir alle gute Fußballerinnen sind“, betont die gebürtige Lauenbrückerin.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Kollakowski zuletzt nicht unbedingt als kaltschnäuzige Torjägerin bekannt war und sich an ihre neue Rolle noch gewöhnen muss. Erst seit der vergangenen Saison gehört sie zum Kader der Blau-Weißen. Zuvor war sie beim TV Stemmen in der Bezirks- und zuletzt in der Kreisliga aktiv. Über ihre rasante Entwicklung und den Zwei-Klassen-Sprung ist sie selbst etwas verwundert. „Am Anfang musste ich mich erstmal an das viel schnellere Tempo gewöhnen. Mit der Zeit ging es aber immer besser. Mittlerweile bin ich voll im Team angekommen. Der Wohlfühlfaktor gibt mir auf jeden Fall mehr Selbstvertrauen“, sagt die 23-Jährige.

Sie selbst hatte sich nach dem Wechsel aus Stemmen nie erträumt, direkt Stammspielerin zu werden. „Natürlich hatte und habe ich den Anspruch, immer zu spielen. Den sollte jeder Sportler haben. Dass es aber so schnell klappen würde, überrascht mich schon und freut mich sehr“, so Kollakowski.

Und wer die Stürmerin kennt, weiß, dass sie sich jetzt nicht auf ihre guten Auftritten ausruht, sondern weiter hart an sich arbeitet. „Ich habe in allen Bereichen Verbesserungspotenzial. Ich bin noch längst nicht da, wo ich gerne hinkommen will“, verrät die BWL-Studentin. Wenn sie ihrem Vorhaben Taten folgen lässt, können sich die Gegner auf jeden Fall warm anziehen. Dann ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis sie ihre nächsten Tore folgen lässt. Und vielleicht hat sie sich bis dahin an die Lobeshymnen gewöhnt.

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