Kniffliger Fall kippt Familienduell

Carsten Knaak siegt mit Stemmen gegen seinen Sohn und seinen Neffen – 2:1

Tor oder nicht? Hannes Bellmann (vorne) jubelt bereits, Tom Knaak (am Boden) und Hannes Knaak versuchen, noch zu retten. Der Referee entscheidet sofort auf Tor. Fotos: Freese
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Tor oder nicht? Hannes Bellmann (vorne) jubelt bereits, Tom Knaak (am Boden) und Hannes Knaak versuchen, noch zu retten. Der Referee entscheidet sofort auf Tor.

Rotenburg - Carsten Knaak war in Unterzahl – dennoch ging der Sieg im Familienduell an ihn. Der Coach des TV Stemmen setzte sich mit seiner Mannschaft im Derby der Fußball-Kreisliga mit 2:1 (0:0) beim Rotenburger SV II durch und bezwang damit auch seinen für die Wümmestädter verteidigenden Sohn Hannes Knaak und seinen dort im Tor stehenden Neffen Tom Knaak. Beide waren am spielentscheidenden Treffer von Hannes Bellmann sogar maßgeblich beteiligt. „Für sie tut es mir leid“, gestand der Stemmer Coach. Eigentlich gehört zur Familienbande mit Jonas Knaak auf seiner Seite noch ein weiterer Neffe, doch der war verhindert.

„Das war wichtig für uns“, kommentierte Stemmens Fußball-Boss Tim Pyka den Sieg im Abstiegskampf. Als „lausiges Kreisliga-Spiel“, bezeichnete Carsten Knaak die 90 Minuten, während sich Rotenburgs Coach Patrick Werna ärgerte: „Das ist einfach dämlich. Der Gegner war doch tot. Bis zum 1:0 hatten wir das Spiel unter Kontrolle.“ Auch die komplett umgekrempelte Abwehr agierte lange Zeit sicher: Bis zur Halbzeit stand der umsichtige, dann aber verletzte Tim Ebersbach neben Hannes Knaak hinten drin, während Mathis Wulff aus der Ersten nach langer Verletzungspause als linker Außenverteidiger agierte und U 18-Spieler Timm Greve auf der anderen Seite debütierte.

In einer chancenarmen Begegnung sah es bereits so aus, als sollte ein flacher und platzierter Freistoß des eingewechselten Jelle Röben in der 56. Minute den Rotenburgern die drei Punkte garantieren. Doch dann durfte Douglas Wink von der linken Seite ebenso ungehindert flanken wie Douglas Grun einköpfen 1:1 (77.). Es kam noch dicker für die Zweite des RSV. Einen Grun-Freistoß lenkte Hannes Knaak aufs eigene Tor – Tom Knaak parierte glänzend, Hannes Bellmann staubte zum 2:1 ab. Ein kniffliger Fall! Keeper Knaak stürmte auf Referee Tom Lehmann (TuS Westerholz) zu, weil er überzeugt war, dass der Ball die Linie nicht in vollem Umfang überschritten hatte, nachdem er ihn erneut parierte. „Beim besten Willen nicht“, versicherte er. „Ich stehe schlecht, um das beurteilen zu können“, gestand Werna und machte dem Referee-Gespann deshalb auch keinen Vorwurf.

Stemmens Coach Carsten Knaak (l.) klatscht Tom Knaak nach dem Spiel ab.

Das Trio war in der Tat stets auf der Höhe, auch wenn die Ansetzung für Kopfschütteln gesorgt hatte. Schließlich spielt Lehmann in der U 18 für den JFV Rotenburg – an der Seite von Hannes Knaak, Roman Prokopenko, Max Friesen, Noah Jagusch und Timm Greve, die er in diesem Fall pfeifen musste. Vor allem Jagusch war mit Gelb gut bedient, als er sich nach einem Foul einen kräftigen Schubser gegen Bjarne Schmidt erlaubte und ein Gerangel auslöste (90.+1). Mats Baur, Kreisschiedsrichter-Boss, war übrigens vor Ort und machte sich seine Notizen.

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