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Knaak schiebt zum 1:0 ein und führt Rotenburg zum Derby-Sieg

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Von: Hendrik Denkmann

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Offensiv wie defensiv stark: Jonas Knaak (l.) schoss nicht nur das Tor, sondern verhinderte im eigenen Strafraum auch welche des Gegners – wie hier gegen Daniel Moderau (am Ball).
Offensiv wie defensiv stark: Jonas Knaak (l.) schoss nicht nur das Tor, sondern verhinderte im eigenen Strafraum auch welche des Gegners – wie hier gegen Daniel Moderau (am Ball). © Denkmann

Jonas Knaak ist spät der entscheidende Treffer gelungen. Das Derby wurde allerdings von einer Tätlichkeit kurz vor dem Abpfiff überschattet.

Unterstedt – Kurz vorm Anpfiff des Kreisliga-Derbys gingen mal wieder die Wassersprenger an. Dabei wurde nicht nur der Platz bewässert, auch die Gäste-Fans wurden – nicht zum ersten Mal in dieser Saison – eiskalt erwischt und flüchteten mit ihren Stühlen. Sportlich gingen dann aber die Gastgeber der SG Unterstedt baden. Ausgerechnet im Stadtduell gegen den Rotenburger SV II verloren sie in der Aufstiegsrunde mit 0:1 (0:0). Die „Hauptstädter“ rächten sich so für die 1:4-Hinspielniederlage. „Und sie haben es gerade in der ersten Halbzeit deutlich besser gemacht“, gestand Unterstedts Coach Fabian Knappik.

Dabei traten die Gäste wie sonst oftmals üblich ohne Verstärkung aus der Oberliga-Mannschaft an und stellten sogar in Danielo Kreitz und Daniel Ziel Spieler an die eigene Dritte ab, um diese im Abstiegskampf der 2. Kreisklasse Süd zu unterstützen – allerdings vergebens. „Sie haben leider nicht gewonnen“, wusste auch Michel Müller, Spielertrainer des Kreisligateams, von dem 0:1 gegen die FSV Hesedorf/Nartum II.

Umstellung auf ein 3-5-2-System

Sein Team wiederum erzielte den entscheidenden Treffer selbst. Nach einer Ecke von Aziz Arnavutoglu, der sein Startelf-Comeback feierte, schob Jonas Knaak den Ball über die Linie (84.) – sehr zum Unmut der Unterstedter. Während Keeper Philipp Krüger sich mehrmals beschwerte, ließ Trainer Patrick Werna die Bewertung zumindest etwas offener: „Unser Torwart wird auf jeden Fall angegangen. Wenn es keiner von denen war, kann es eventuell auch einer von uns gewesen sein.“ Müller ging sogar noch weiter: „Meiner Meinung nach war das kein Foul.“

Er hatte seine Rotenburger von Beginn an im 3-5-2-System statt wie sonst im 4-1-4-1 aufgestellt und sollte damit richtig liegen. „Gerade hinter deren Kette hatten wir halbrechts und halblinks viel Platz und haben den in der ersten Halbzeit gut bespielt“, betonte er. Währenddessen standen Nico Nachtigall, Iago Schreier und Knaak in der Defensive sicher und fingen eine Vielzahl der gegnerischen Tiefenbälle ab.

Edis Din (vorne) geht über den Platz in Unterstedt.
Rote Karte: Edis Din (vorne) musste den Platz nach seiner Tätlichkeit vorzeitig verlassen. © Denkmann

Zwingend vor dem Tor zeigten sich die Gastgeber erst in Durchgang zwei, als Daniel Moderau zunächst seinen Freistoß in die Arme von Hannes Butt schoss (52.) und später den Ball nach feinem Solo am langen Pfosten vorbei schob (63.). „Wir waren in der zweiten Halbzeit am Drücker, wollten es mehr. Aber wir haben kein Tor gemacht und wie schon so oft in der Saison ohne große Chance ein Tor gefressen“, ärgerte sich Werna.

Überschattet wurde der RSV-Sieg noch von Edis Dins Tätlichkeit in der Nachspielzeit, für die er von Schiedsrichter Thorben Böckmann (MTV Elm) Rot sah. „Das geht so nicht. Da muss er sich im Griff haben“, fand Müller und vermutete: „Das wird sicher nicht nur ein Spiel werden, sondern mehrere.“

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