Trotz Überzahl 0:1 gegen Jeddeloh / Umstrittener Strafstoß / Auch Fitschen runter

Klützke kann’s nicht fassen – RSV vergibt große Chance

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Auch Key Riebau kann Henner Lohmann nicht überwinden.

Rotenburg - Von Matthias Freese. 67 Minuten in Überzahl, aber null Tore und null Punkte: Die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV haben die große Chance verpasst, am drittletzten Spieltag wieder auf den Nichtabstiegsplatz zu springen.

Vom Dauerregen durchtränkt, trotteten sie nach der 0:1 (0:0)-Heimschlappe gegen den SSV Jeddeloh gefrustet vom Platz. Übrigens zu zehnt, denn Jan Fitschen hatte die Ampelkarte gesehen (60.), während sich die Gäste doppelt geschwächt hatten: Rot gegen Jan-Dirk Riedesel (23.), Gelb-Rot gegen Julian Harings (60.).

Sauer und enttäuscht zugleich war vor allem Innenverteidiger Kevin Klützke, der hinten drin überzeugt hatte. Nur der schwache Referee Benjamin Schmidt (Spvgg Laatzen) machte ihm in der 52. Minute einen Strich durch die Rechnung, als er den letztlich verhängnisvollen Strafstoß gegen den RSV pfiff. Klützke soll Philipp McKennie regelwidrig zu Fall gebracht haben. Eine Meinung, die der Unparteiische fast exklusiv vertrat. „Das war absolut kein Elfmeter. Klarer kann ich den Ball nicht spielen“, stellte Klützke fest. Und selbst Jeddelohs Keeper Dennis Evers stimmte ihm nach dem Spiel zu: „Und ich habe gute Augen – 120 Prozent Sehstärke.“

Evers bewies nicht nur seine Fairness, sondern gleich zu Beginn des Spiels auch seine Klasse, als er in der ersten Minute den frei vor ihm auftauchenden Tobias Kirschke ausguckte. Auch im weiteren Verlauf dominierte der Gastgeber zunächst die Ammerländer, blieb aber abschlussschwach „Wir spielen die Dinger brutal schlecht aus“, fand Kapitän Tim Ebersbach. Auch aus der frühen Überzahl schlug der Wümme-Club kein Kapital. Jeddelohs Innenverteidiger Riedesel hatte Rot kassiert, nachdem er einen Konter unterbunden und den durchbrechenden Björn Mickelat umgerissen hatte (23.).

Das 0:1 nach der Pause wirkte wie ein Schock für den RSV. Und Jan Fitschen, der einen soliden Job im Abwehrzentrum verrichtete, erwies seinem Team einen Bärendienst, da er – wie schon kurz zuvor bei seiner Gelben Karte – den Mund nicht halten konnte und sich aktiv in ein lautstarkes Handgemenge einmischte. So sah nicht nur Jeddelohs eingewechselter Julian Harings in dieser Szene wegen Foulspiels an Drilon Demaku Gelb-Rot, sondern auch Rotenburgs Routinier (60.) – aus der doppelten Überzahl wurde nichts. „Eigentlich war es ein faires Spiel, der Schiedsrichter hat es aber kaputt gepfiffen“, ärgerte sich RSV-Coach Benjamin Duray. „Ich dachte schon, der würde sich hier für eine Casting-Show bewerben.“

In der Schlussphase machte sein Team auf, erspielte sich noch gute Gelegenheiten (Ebersbach nach genialem Mickelat-Lupfer sowie Demaku artistisch an die Querlatte), kassierte aber auch einige Konter, bei denen sich immer wieder Keeper Henner Lohmann auszeichnete. „Die Jungs haben alles riskiert“, gab es von Duray keinen Vorwurf.

Er hatte übrigens aufgrund der Personalnot erstmals Mert Gündar in die Startelf berufen – dem Offensivmann fehlte allerdings noch die Bindung zum Spiel. „Und dass er bei seinem ersten Oberligaspiel von Beginn an nervös ist, ist doch klar“, so Duray.

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