Kunst- oder Naturrasen?

Sportausschuss ist sich einig: Der Grandplatz soll weg

Ob der Grandplatz im Rotenburger Ahestadion bald Geschichte sein wird, hängt auch von der Haushaltslage ab. - Foto: Freese
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Ob der Grandplatz im Rotenburger Ahestadion bald Geschichte sein wird, hängt auch von der Haushaltslage ab.

Rotenburg - Von Nicolas Tréboute. Kunstrasen oder Naturrasen, sprich Winterrasen? Diese (Glaubens-)Frage wird den Sportausschuss der Stadt Rotenburg auch im kommenden Jahr beschäftigen. Dennoch gab es am Ende der jüngsten Sitzung leichte Fortschritte zu vermelden. Fest steht: Wenn ein neuer Platz geschaffen wird, wird der Grandplatz auf der städtischen Sportanlage „In der Ahe“ Geschichte sein.

Die eingeschränkte Finanzlage könnte allerdings dafür sorgen, dass das Ablaufdatum des Grandplatzes noch einmal verlängert wird. „Den Haushalt müssen wir natürlich im Blick haben“, mahnte Bürgermeister Andreas Weber (SPD) am Ende der fast zweistündigen Sitzung.

Zuvor hatten die Fraktionen ihre Standpunkte noch einmal deutlich gemacht. Joachim Hickisch (Bündnis 90/Die Grünen) setzte sich leidenschaftlich für die Winterrasenvariante ein. Dabei machte er deutlich, dass Kunstrasen für ihn ein echter Umweltkiller sei. „Kunstrasenplätze setzen Mikroplastik frei und landen am Ende über die Pflanzen auch in unserer Nahrungskette“, so Hickisch. 

Dabei sprangen ihm auch Antje Sieburg-Weiler von der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) und Weber zur Seite: „Auch Kunstrasen muss bewässert werden, um ihn im Sommer kühl zu halten. Und dieses Jahr wäre das sehr teuer gewesen“, argumentierte der Bürgermeister.

Hierbei wollte die CDU nicht mitgehen. „Wirtschaftlich betrachtet ist der Kunstrasenplatz ideal“, erklärte Heinz-Günter Bargfrede: „Es würde sich schon bei zehn bis zwölf Teams rentieren. Bei uns wären es sogar 24, die den Platz nutzen würden.“ 

Mittelfeldspieler Tobias Kirschke vom betroffenen Rotenburger SV wies zudem auf die Trainingsausfallzeiten seines Vereins in den Wintermonaten hin und erklärte, dass zur Lösung dieses Problems die Anschaffung eines Kunstrasenplatzes die einzige Lösung sei. „Wir sollten wirklich dafür kämpfen, wenn der größte Verein in der Stadt einen Kunstrasenplatz möchte,“ fand Volker Emshoff (CDU).

Gilberto Gori (SPD) erinnerte daran, dass der Grandplatz vor zwölf Jahren für 80 000 Euro erneuert wurde: „Das Geld haben wir im Nachhinein in den Sand gesetzt. Wir müssen uns diesmal wirklich sicher sein und langsam auf einen Nenner kommen.“

Einstimmig wurde schließlich festgehalten, dass der Ausschuss 2019 noch einmal sowohl einen Kunstrasen- als auch einen Winterrasenplatz begutachten wird, um zu einem fundierten Ergebnis zu kommen.

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