TuS Kirchwalsede bei der Ehrung „Sterne des Sports“ ausgezeichnet

Aus Schülern werden Lehrer

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Gemeinsam mit den Honoratioren der drei Volksbanken des Landkreises und des Kreissportbundes präsentieren die Vertreter der drei Kreissieger stolz ihre „Sterne des Sports“.

Zeven - Von Oliver Moje. Es ist schon beeindruckend, mit welch kreativen Ideen manche hiesigen Sportvereine dem vielerorts beklagten Mitgliederschwund entgegenwirken. Das wurde insbesondere bei der Ehrung der „Sterne des Sports“-Kreissieger in der Zevener Volksbank deutlich. Sowohl der erstplatzierte Tennisverein Bremervörde als auch der Hatzter SV (2.) und die Tischtennisabteilung des TuS Kirchwalsede (3.) hatten sich erfolgreiche Konzepte zur Mitgliedergewinnung überlegt und damit die Jury überzeugt.

Der TuS Kirchwalsede musste nach dem Ende eines Aufschwungs in den 1990er Jahren stark sinkende Mitgliederzahlen verzeichnen. Die damalige Jugendleiterin und Trainerin Tina Mantovani hatte schließlich die Idee, „aus Schülern die künftigen Lehrer zu machen“, wie Henrik Hesse vom TuS bei der Vorstellung schilderte. Sie weckte bei den Jugendlichen neben dem Interesse am Lernen auch das am Lehren, indem sie sie gleichzeitig als Trainer für jüngere Kinder einsetzte. Zugleich wurde auf eine Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule gesetzt. „Sehr viele der dort ans Tischtennis herangeführten Jungen udn Mädchen bleiben dabei anschließend dem Verein treu“, berichtete Hesse.

Von den 420 Mitgliedern spielen derzeit 70 Tischtennis, davon die Hälfte Kinder. „Das ist schon eine recht große Anzahl für unser relativ kleines Dorf“, betonte Hesse. Vorstand Matthias Dittrich von der Volksbank Wümme-Wieste überreichte anschließend 500 Euro an die drittplatzierte Tischtennis-Sparte des TuS Kirchwalsede.

Insbesondere Bremervördes Tennisspieler konnten bei der Vorstellung ihres Projektes auf zählbare Erfolge verweisen. Dabei schnürte der neu besetzte Vorstand ein umfangreiches Paket mit vielen Einzelmaßnahmen. So sei etwa ein kaum genutzter Trainingsplatz mit Rasen bepflanzt und mit Spielgeräten für Kinder versehen worden. Die Maßnahmen waren dabei so erfolgreich, dass der Verein inzwischen vier zusätzliche externe Tennislehrer anheuern musste. Die Mitgliederzahl stieg binnen anderthalb Jahren von 119 auf 248 – darunter 49 Kinder. Die Kreisjury würdigte das Projekt mit dem ersten Platz und 1500 Euro.

Ebenfalls ausführliche Gedanken über seine Mitgliederentwicklung hatte sich der zweitplatzierte Hatzter SV gemacht. In den 1990er Jahren musste der Verein den Spielbetrieb mangels Masse einstellen. Statt sich einfach den größeren Nachbarvereinen anzuschließen, erschloss er weitere Betätigungsfelder, etwa den Gesundheits- und Seniorensport, und ging für die Kinder und Jugendlichen Kooperationen mit dem TuS Elsdorf ein. Von den 332 Einwohnern von Hatzte und Elsdorf sind 170 derzeit im Verein, 47 davon sind mehr als 60 Jahre alt. Dafür gab es von der Jury 1000 Euro.

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