Tischtennis-Herren profitieren von DTTB-Entscheidung

Kirchwalsede darf aufsteigen

Ball und Schläger ruhen: Bundesweit ist die Tischtennis-Saison beendet. Foto: Imago-Images/Joaquim Ferreira

Kirchwalsede - Von Lea Oetjen. Der Deutsche Tischtennisverband (DTTB) hat entschieden, den bundesweiten Spielbetrieb aufgrund der Corona-Krise mit sofortiger Wirkung einzustellen. Die Saison ist damit beendet. Der DTTB wertet die aktuelle Tabelle (Stand 13. März), die dementsprechend über Auf- und Absteiger entscheidet. Während die große Mehrheit der Mannschaften diese Entscheidung scharf kritisiert, gibt es bei den Herren des TuS Kirchwalsede einen Grund zur Freude. Denn: „Wenn wir wollen, dürfen wir aufsteigen“, verkündet Spitzenspieler Christoph Backhaus.

Sein Team beendet die Saison in der Bezirksoberliga auf dem zweiten Rang, dem Aufstiegs-Relegationsplatz. Da die Entscheidungsspiele allerdings nicht ausgetragen werden, erklärt der DTTB alle potenziellen Teilnehmer zu Siegern der Relegation. Demnach könnte der TuS Kirchwalsede, der übrigens erst in die Bezirksoberliga aufgestiegen war, in der kommenden Saison in der Landesliga spielen – sofern sich die Spieler denn dafür aussprechen.

„Für uns ist das natürlich ein tolles Gefühl, die Chance zu bekommen, in der Landesliga spielen zu dürfen. Wir haben darauf ein ganzes Jahr hingearbeitet und die ganze Rückrunde dafür gekämpft“, spielt Backhaus darauf an, dass sein Team nach der Hinserie lediglich auf dem siebten Platz lag.

Der Spitzenspieler denkt, dass der Aufstieg die richtige Entscheidung wäre. „Auch wenn das Risiko, viele Spiele zu verlieren, natürlich groß wäre“, kommentiert er und fügt an: „Aber damit können wir bestimmt umgehen. Man lernt ja auch aus Niederlagen dazu.“ Für eine konkrete Entscheidung sei es noch zu früh, die Mannschaft wolle sich erst einmal austauschen. Aber: „Ich wüsste eigentlich nichts, was dagegen spricht. Schließlich stehen wir verdient auf dem zweiten Platz“, findet Backhaus. Sofern die sportliche Leistung bewertet wird, sei der Aufstieg also nur fair. Vor allem, weil alle Mannschaften ungefähr gleich viele Spiele bestritten haben – „da sieht’s in anderen Liga ganz anders aus“, weiß der Spitzenspieler.

In der Tat: Beim Tischtennis ist es absolut üblich, dass schiefe Tabellenbilder entstehen, da es keinen genormten Spielbetrieb gibt, sondern die Vereine die Termine größtenteils selbst koordinieren. So sind querbeet durch die Ligen bundesweit Tabellen zu finden, in denen Teams oftmals ein oder zwei, in nicht seltenen Fällen sogar drei oder vier Spiele mehr absolviert haben als die Konkurrenz. Daher kritisieren die Mannschaften auch den DTTB und seine Landesverbände, weil die Entscheidung als unfair wahrgenommen wird.

So oder so: „Falls wir aufsteigen, wäre natürlich eine Verstärkung nicht schlecht. Ohne wird’s vermutlich schwer“, sagt Backhaus mit Blick auf die Wechselfrist im Mai.

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