40 Kilo Eis, keine Werbung

Bereit für das U 16-Länderspiel zwischen Deutschland und Österreich

Gestern Morgen war das Ahe-Stadion bereits nahezu werbefrei – so verlangt es der DFB für seine Länderspiele. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Es sind die letzten Kleinigkeiten, die noch zu erledigen sind. „Der Platz ist begradigt und gewalzt. Bis zum Spiel wird er auch noch mal gemäht“, berichtet Platzwart Denis Rohloff am Tag vor dem großen Fußball-Highlight, während er die noch aufzustellenden Holzbänke für den Sitzplatzbereich auf dem Hänger sichert. Die U 16-Nationalmannschaften von Deutschland und Österreich sollen am Freitag optimale Bedingungen vorfinden, wenn ihr Freundschaftsspiel um 17.30 Uhr im Rotenburger Ahe-Stadion angepfiffen wird.

Vanille, Erdbeere oder Schokolade – was darf es denn sein? „Nein, nein, nein“, wiegelt Organisator Paul Metternich vom Rotenburger SV ab. Die 40 Kilo Eis, die der Verein als Ausrichter für jede der beiden Mannschaften besorgen muss, sind nicht zum Verzehr gedacht, sondern dienen dem Kühlen bei möglichen Verletzungen. Es ist eine von zahlreichen Voraussetzungen, die der Deutsche Fußball-Bund im Protokoll notieren lassen hat. 50 Liter Wasser ohne Kohlensäure, Bananen und trockener Kuchen haben ebenfalls für beide Teams bereit zu stehen. Jeweils zwei Kabinen beschlagnahmen sowohl die DFB-Auswahl von Trainer Michael Prus als auch die österreichische Elf. Der Sanitätsdienst muss außerdem 20 Wärmedecken dabei haben.

Der DFB erhält sein eigenes Orga-Büro für diese Partie – ausgestattet mit einem Kopierer und 500 Blatt DIN A4. Die Anforderungen sind nicht ohne. Und die heimischen Sponsoren des RSV bleiben im Verborgenen. Jedenfalls wurden bis zum Vortag noch sämtliche Werbebanden im Stadion – und das sind nach Auskunft von Metternich mittlerweile knapp 500 Meter – von einer Berliner Firma zugehängt. „Es muss ein werbefreies Stadion übergeben werden, das ist bei allen Länderspielen so“, erklärt das RSV-Vorstandsmitglied. Außerdem ist die Rasenlänge vorgegeben: 16 bis 24 Millimeter.

Das Ahe-Stadion, das eigentlich bis auf die Bankreihe direkt an der Bande nur Stehplatztribünen besitzt, wurde mit 300 überdachten Sitzplätzen ausgestattet. Allein der DFB erhält 75 VIP- und 70 Ehrengastkarten. Zahlreiche Scouts der Bundesliga-Vereine haben sich auch bereits angekündogt. Rund 50 Sicherheitskräfte werden rund um die Partie im Einsatz sein, wenn ab 16 Uhr die Einlasskontrollen beginnen. Regenschirme sind dabei ebenso nicht erlaubt wie Glasflaschen. Einzig Tetrapacks bis 0,25 Liter dürfen mit ins Stadion genommen werden. Auch Hunde müssen zu Hause bleiben.

Rund 1 200 Karten sind nach Auskunft von Metternich direkt vom RSV verkauft worden. „Ganz ehrlich: Mein Wunsch sind 2 800 Zuschauer, wenn das Wetter stimmt. Aber mit 2 200 sind wir auch schon zufrieden“, sagt der 69-Jährige.

Tickets für das Länderspiel gibt es am Freitag nur noch ab 16 Uhr an der Abendkasse. Sie kosten zwei Euro.

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