3:1 – RSV II holt ersten Dreier nach der Winterpause / „Wichtig für die Moral“

Kiel kam, sah und siegte

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Kampf um den Ball: Jewgenij Teichreb (l.) köpft die Kugel vor Zevens Jonas Hotsch weg. Auch am Ende hatte der Abwehrmann mit dem RSV II das bessere Ende für sich – 3:1. 

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Mit nur einer einzigen Ballberührung avancierte Christopher Kiel zum Matchwinner. Der Mittelfeldmann des Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II war in der 89. Minute eingewechselt worden und schoss 60 Sekunden später den viel umjubelten 3:1 (2:0)-Siegtreffer gegen den TuS Zeven, der zu diesem Zeitpunkt nur noch zu acht auf dem Platz stand.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge machte die Mannschaft von Coach Joachim Kroll damit einen wichtigen Schritt aus der Gefahrenzone. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nun drei Punkte.

„Der Sieg war besonders für die Moral enorm wichtig. Ist doch klar, dass nach dem verpatzten Rückrundenstart die Nerven flattern. Jetzt müssen wir aber auch in den folgenden Spielen die Punkte einfahren“, erklärte RSV-Coach Joachim Kroll, der damit seinen Platz auf der Trainerbank wieder gefestigt hat.

Zu Beginn war den Spielern des Wümme-Clubs anzumerken, dass ihnen der Ernst der Lage bewusst ist: Jeder kämpfte für seinen Nebenmann und zeigte eine engagierte Laufbereitschaft. Die Belohnung: Nach einem Freistoß von Waldemar Ott stand Paul Gerzen genau richtig und schob zum 1:0 ein (27.). In der Folgezeit ließen die Gastgeber den beiden torgefährlichen Lars Brand und Tobias Mannke kaum Raum, sodass Schlussmann Jonas Keusen im ersten Durchgang einen ruhigen Arbeitstag hatte. Auf der anderen Seite ging es dagegen hoch her: In der 45. Minute wehrte Alexander Sautner den Torschuss von Gerzen auf der Linie mit der Hand ab, woraufhin Schiedsrichter Thilo Bade (Tostedt) auf den Elfmeterpunkt zeigte und Sautner mit Rot vom Platz schickte. Mitspieler Jan-Niklas Leschniok hatte seine Nerven anschließend nicht im Griff und flog für sein hämisches Klatschen mit Gelb-Rot hinterher. „Das war natürlich richtig dumm von ihm“, kommentierte Vater und Coach Peter Leschniok. Trotz des Trubels behielt Jewgenij Teichreb vom Punkt die Nerven und erhöhte auf 2:0.

Nach dem Wechsel wussten die Rotenburger das Überzahlspiel nicht auszunutzen und fielen fortan durch leichte Ballverluste auf. Einzig Gerzen hatte nach Ott-Flanke eine gute Chance (57.). Zeven gab mit neun Mann noch mal alles und kam durch Mannke zum 1:2 (78.). Nur zwei Minuten später hatte Izettin Alfirman sogar den Ausgleich auf dem Fuß. „Da hatten wir richtig Glück“, gestand Kroll, der in der Schlussminute mit der Einwechselung von Christopher Kiel sein glückliches Händchen bewies und sich schließlich über das 3:1 freuen durfte. Zu diesem Zeitpunkt standen nur noch acht Zevener auf dem Platz, da Timo Anders nach einem wiederholten Foul ebenfalls die Gelb-Rote-Karte gesehen hatte (88.).

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