ANPFIFF Bezirksliga

Andreas Kiel ist wieder zu Hause in Sottrum

Genau das erwartet Coach Dariusz Sztorc von Andreas Kiel: Der Abwehrspieler soll nicht nur seine Qualität in der Defensive zeigen, sondern auch Kommandos geben.
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Genau das erwartet Coach Dariusz Sztorc von Andreas Kiel: Der Abwehrspieler soll nicht nur seine Qualität in der Defensive zeigen, sondern auch Kommandos geben.

Sottrum – Den letzten Schritt des „Nach-Hause-Kommens“ hat Andreas Kiel vor ein paar Tagen vollzogen: Der 31-Jährige ist mit seiner Familie von Bremen zurück nach Sottrum gezogen. Im Ortskern hat er ein Haus gekauft. „Das hat mir meine Entscheidung erleichtert. Ich brauche nur noch fünf Minuten bis zum Sportplatz“, erzählt der Defensivspezialist, der sich nach rund 18-jähriger Abstinenz wieder seinem Heimatverein angeschlossen hat. Für den Fußball-Bezirksligisten TV Sottrum ein Glücksfall: Kiel soll in der neuen Saison eine Führungsrolle übernehmen.

„Er ist mein Wunschspieler! Wir wissen genau, was wir an ihm haben. Deshalb haben wir ganz dezent immer wieder bei ihm nachgehakt“, sagt Trainer Dariusz Sztorc, der Kiel noch aus seiner aktiven Zeit beim Rotenburger SV kennt. Einige wenige Spiele standen sie noch gemeinsam auf dem Platz. Während Sztorc seine Karriere in der Ersten ausklingen ließ, begann die von Kiel erst. „Er war der erste Kapitän, unter dem ich bei den Herren gespielt habe – damals unter Frank Stresing, zusammen mit René Morgenstern, Patrick Hiob und Adam Posilek“, erinnert sich Kiel und merkt schmunzelnd an: „Wenn man Dariusz als Kapitän hatte, weiß man, dass man als junger Spieler nichts zu sagen hat.“

Beim RSV hat er letztlich längere Zeit als beim TV Sottrum verbracht, beim Verein aus der Kreisstadt hatte er die „prägendsten Jahre. Aber irgendwie kommt man dann doch wieder nach Hause. In der Kabine war ich zuletzt als Kind, da hat man schon Erinnerungen.“ Ein bisschen ungewohnt sei es trotzdem noch, das Sottrumer Trikot überzuziehen. Zu lange ist es schon her, als er in der D-Jugend für die JSG Wümme mit Patrick und Mirko Peter, Patrick Werna sowie Nikolai Pröhl gespielt hatte, ehe Jürgen Kirschke sie allesamt zum RSV holte. Auch der TuS Heeslingen stand damals zur Debatte. „Aber meine Eltern haben gesagt, nach Heeslingen müsste ich mit dem Rad fahren.“

Ich hatte am wenigsten Talent, aber am meisten Ehrgeiz.

Andreas Kiel

Als Jugendkicker stand Kiel nie im Mittelpunkt, gehörte aber stets zur Stammformation. Der Verteidiger selbst sagt: „Ich hatte am wenigsten Talent, aber am meisten Ehrgeiz. In meinem Jahrgang gab es bestimmt zehn talentierte Jungs, aber dafür war ich zweikampfstark.“ Beim RSV schaffte er es bis in die Oberliga, war sogar Kapitän und wurde 2012 Altkreis-Fußballer des Jahres. Nach seinem Rückzug in die Zweite hatte er in der abgebrochenen Rückserie eigentlich noch einmal beim Landesligisten TSV Ottersberg angreifen wollen. Es kam nicht dazu. Und da neben Sztorc auch sein ehemaliger RSV-Mitspieler und Sottrums Kapitän Patrick Brillowski nicht locker ließ, folgte er deren Ruf. „Dariusz ist als Trainer top. Mit ihm passt das super“, ist der zweifache Familienvater überzeugt.

31-Jähriger gibt Kommandos - so wie sich Sztorc das wünscht

Kiel bringt aber auch einiges mit. „Ich bin zu einer Zeit groß geworden, da musstest du als junger Spieler noch die Bälle aufpumpen und die Tore holen“, erzählt er. Fast klingt es so, als wäre der Routinier nicht 31, sondern schon 20 Jahre älter. In seinen ersten Spielen für Sottrum habe er gespürt, dass er höherklassig gespielt habe. „Eigentlich bin ich wieder gut im Saft. Es fehlt zwar noch einiges, um zu meiner Topform zu kommen ... Aber ich denke, ich kann den Jungs schon noch helfen.“ Das tut er auch verbal, indem er klare Kommandos gibt.

So wünscht sich das auch sein Coach. „Mir ist es oft noch zu unruhig. Da soll er mit gutem Beispiel vorangehen. Ich versuche, mich als Trainer während des Spiels nicht so sehr einzubringen. Das bringt gar nichts. Besser ist die Regelung, dass es die Erfahrenen machen“, erklärt Sztorc. Er hat Kiel auch schon im Abwehrzentrum aufgeboten, plant mit ihm aber eigentlich als Außenverteidiger. „Ich sehe mich schon ganz klar auf außen – links oder rechts ist mir egal“, betont Kiel selbst und liefert die Begründung: „Es ist nicht mein Ding, wie ein Christoph Drewes beim RSV die ersten Bälle mit Pr��zision in die Spitze zu bringen. Ich mache lieber die Laufwege und spiele die kurzen Pässe.“

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