RSV-Eigengewächs hat sich zur Oberliga-Stammkraft „gemausert“

Kiel genießt Anerkennung für seine harte Arbeit

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Andy Kiel

Start-Nr. 09: Rotenburg - Mit seiner Körpergröße von gerade einmal 1,70 Meter gehört Andy Kiel definitiv zu den kleinsten Spielern der Fußball-Oberliga. Doch davon lässt sich der Außenverteidiger des Rotenburger SV nicht beeinträchtigen.

Im Gegenteil: Der gelernte Speditionskaufmann, der seine Fußballschuhe bereits seit der C-Jugend für den Wümme-Club schnürt, machte mit konstant guten Leistungen auf sich aufmerksam. „Ich bin zwar klein, doch das stört mich nicht. Auch wenn ich bei den Kopfballduellen einen Nachteil habe, kann ich einiges über meine Schnelligkeit wettmachen“, verrät Kiel.

Mittlerweile ist er eine feste Größe im Team und zählt zu den Stammkräften. „In der vergangenen Saison habe ich definitiv davon profitiert, dass bei uns so viele Spieler verletzt waren. Dadurch hatte ich keinen Konkurrenzkampf auf meiner Position“, bleibt der Rotenburger bescheiden.

Doch für Kiel lief es nicht immer so reibungslos. Zu Beginn der Spielzeit 2011/2012 wurde er unter seinem damaligen Trainer Jamal Bounoua gleich zwei Mal nach nur 30 Minuten ausgewechselt. „Daraus habe ich gelernt“, so Kiel. Und er fügt hinzu: „Die Mannschaft hat mir in dieser schweren Zeit geholfen. Ich wurde immer wieder aufgebaut. Auch mit Jamal habe ich damals viel gesprochen.“ Dass dieser „Denkzettel“ für ihn hilfreich war, zeigte er fortan im weiteren Saisonverlauf. Seiner zweiten frühzeitigen Auswechselung ließ er gleich 19 Partien in Folge über 90 Minuten folgen.

Daher kam es auch nicht von ungefähr, dass das RSV-Eigengewächs die Wahl zum „Fußballer des Jahres“ 2012 gewann. Und auch in der laufenden Saison hat Kiel, der nahezu ohne Gelbe Karten auskommt, bereits einen weiteren Titel eingeheimst. Nach Ablauf der Hinrunde ehrte ihn sein jetziger Coach Benjamin Duray als trainingsfleißigsten Spieler. Zudem stand er in den bisherigen 17 Saisonspielen gleich 16 Mal in der Startelf. „So eine Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für meine harte Arbeit. Es ist für mich ein guter Antrieb, so weiterzumachen. Ich denke, dass ich mich auf einem guten Weg befinde“, meint der 23-Jährige, für den ein Wechsel definitiv nicht infrage kommt. · ml

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