ANPFIFF 1. Kreisklasse

TuS Fintel: Kezer holt die Schuhe wieder raus

Sie wollen beim TuS Fintel nicht in der Luft hängen, sondern Gas geben. Während Jonas Hotzan (l.) aus der Jugend zum Team von Coach Thomas Beckmann (M.) kommt, steigt Emra Kezer wieder ein.
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Sie wollen beim TuS Fintel nicht in der Luft hängen, sondern Gas geben. Während Jonas Hotzan (l.) aus der Jugend zum Team von Coach Thomas Beckmann (M.) kommt, steigt Emra Kezer wieder ein.

Fintel – Ein Jahr standen seine Fußballschuhe im Schrank. Aufgrund seiner Selbstständigkeit musste Emra Kezer seinem großen Hobby beim TuS Fintel den Rücken kehren. Doch mit der Zeit brannte es mehr und mehr unter den Nägeln des langjährigen Leistungsträgers. „Mir fehlt das Fußballspielen“, erklärt der 33-Jährige. Da auch Coach Thomas Beckmann immer wieder beim Angreifer angeklopft hatte, folgte jetzt die Zusage für die neue Saison in der 1. Kreisklasse Süd.

„Ich habe die lange Pause vor allem körperlich gemerkt. Ich will daher wieder voll loslegen, halbe Sachen gibt es bei mir nicht“, sagt Kezer. Über diese Aussage freut sich Beckmann. „Emra war ein komplettes Jahr raus. Für uns ist er wie ein Neuzugang. Wir freuen uns riesig, dass er wieder einsteigt. Er ist ein Gewinn für die gesamte Mannschaft“, betont der Coach.

Zwar ist dem Garten- und Landschaftsbauer die lange Pause etwas anzumerken, in den Testspielen hat er aber gleich unterstrichen, dass er das Fußballspielen nicht verlernt hat. So erzielte er gegen den TuS Bothel II (2. Kreisklasse Süd) den 1:0-Siegtreffer. „Ihm fehlt noch ein wenig Kraft und Spritzigkeit. Dennoch ist Emra enorm ballgefährlich. Er kann auf jeden Fall wieder der Alte werden“, sagt Beckmann.

Zwar schafft es der Finteler aus beruflichen Gründen nicht, regelmäßig beim Training dabei zu sein, an den Wochenenden kann sein Trainer aber mit dem Offensivspieler planen. „Ich will mich nicht selbst loben, aber mein Anspruch ist es, dass man merkt, dass ich wieder mitspiele. Ich will der Mannschaft weiterhelfen. Ich denke, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, blickt Kezer optimistisch voraus.

Den Nicht-Abstieg formuliert auch Beckmann als Ziel. „Wir haben nur einen kleinen Kader zur Verfügung. Da dürfen sich keine Spieler groß verletzen, ansonsten wird es schwer. Wir werden zwischen der Aufstiegs- und Abstiegsrunde auf der Kippe stehen“, vermutet der Trainer, der sich nach zahlreichen potenziellen Neuzugängen umgehört hatte – vergebens, wie er etwas frustriert mitteilt. „Keine Chance. Auf dem Dorf muss man ja leider mittlerweile froh sein, überhaupt eine Mannschaft zusammenzubekommen. Das ist alles gar nicht so leicht.“

Stenogramm

TuS Fintel

Zugänge: Emra Kezer (nach Pause wieder dabei), Jonas Hotzan (eigene Jugend).

Abgänge: Fehlanzeige.

Kader: Tor: Nils Rudolph, Jonas Hotzan - Abwehr: Dennis Hagemann, Thore Holsten, Florian Graf, Marcel Hüttmann, Stephan Riebesel - Mittelfeld: Arno Holsten, Johannes Kohnen, Jakob Kohnen, Max Wiechern, Jan-Felix Aselmann, Ismael Dag, Drai Frebby Sadia, Rezan Lacan - Angriff: Finn Hagemann, Emra Kezer, Hebun Cacan, Claas Riebesehl, Moritz Grimschitz.

Trainer: Thomas Beckmann.

Saisonziel: Die Aufstiegsrunde erreichen also mindestens Platz sieben.

Favorit: FC Rüspel/Weertzen.

Daher ist Beckmann erfreut, neben Kezer wenigstens noch einen weiteren internen Neuzugang zu begrüßen. Jonas Hotzan rückt aus der Jugend hoch. Wo genau der 18-Jährige spielen soll, steht noch nicht fest. Er ist eigentlich Torwart, kann aber laut Beckmann auch im offensiven Mittelfeld eingesetzt werden. „Er strahlt im Tor eine unheimliche Ruhe aus. Aber auch im offensiven Mittelfeld ist er technisch gut unterwegs“, lobt der Coach. Da sich Keeper Nils Rudolph derzeit noch mit Schulterproblemen herumplagt, stand Hotzan in den Testspielen zwischen den Pfosten. „Wenn Nils wieder fit ist, ist es ein offener Zweikampf. Unser Vorteil ist, dass wir Jonas bei Engpässen auch als Feldspieler einsetzen können“, so Beckmann.

Ein weiterer Spieler befindet sich derzeit noch in der Warteschleife. Mazlum Kezer – der jüngere Bruder von Emra Kezer – darf mit seinen 17 Jahren noch nicht für die Herren auflaufen, trainiert aber bereits fleißig bei den Fintelern mit. „Er ist ein guter Fußballer. Ich freue mich, wenn er nächstes Jahr endlich bei uns spielen darf“, betont der Trainer. Damit dürfte klar sein, dass Emra Kezer mindestens für zwei Jahre wieder einsteigt, um auch noch mit seinem Bruder gemeinsam auf dem Platz zu stehen. „Das wäre natürlich schön. Schauen wir mal, wie es dann aussieht“, sagt der Routnier.

Schlag auf Schlag mit Florian Graf

Wer ist ...
... der Spieler mit dem härtesten Schuss?
Das dürfte bei uns Stephan Riebesehl sein.
... der Spieler mit dem außergewöhnlichsten Spitznamen? Woher kommt er?
Bei Jan-Felix Aselmann wusste ich die ersten beiden Herrenjahre den richtigen Namen gar nicht, weil ihn alle immer „Uschi“ nennen.Der Spitzname ist also längst fester Bestandteil.
... der Spieler, der das skurrilste Idol hat?
Johannes Kohnen wäre gerne ein Dinosaurier. Skurriler geht eigentlich nicht.
... der Spieler, der am aktivsten in den Sozialen Medien ist?
Am aktivsten ist definitiv Nils Rudolph. Er wird nicht umsonst Nonstop-Nils genannt.
... der Spieler, der am meisten Karten sammelt?
Letztes Jahr waren wir tatsächlich vorne in der Fairnesstabelle dabei. Das wird wohl nicht noch mal klappen. Einige Spieler konnten letztes Jahr nicht so zum Zug kommen. Mal sehen, wer da viele Karten sammeln wird.
... der Beständigste am Tresen?
Das wird wahrscheinlich meine Wenigkeit sein. Aber wir haben vielversprechende Talente dazu bekommen. Es kann sich also bald ändern.

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