SPIELER DES WOCHENENDES 20-Jähriger übernimmt als Spielmacher

Kesselrings neue alte Rolle

Tim Kesselring hat gute Chancen, Spielmacher zu werden.

Rotenburg - Von Lea Oetjen. Es ist eine Herausforderung, an der er wachsen wird. Da ist sich Tim Kesselring sicher. „Als Spielmacher übernimmst du eine Führungsrolle, da hast du die Verantwortung für den Angriff“, weiß er. Nach dem Weggang von Max Nowosadtko übernimmt der 20-Jährige aller Voraussicht nach die Mitte-Position beim TuS Rotenburg in der Handball-Oberliga. Und das Kesselring als Spielmacher funktioniert, hat er in der Partie gegen die HSG Delmenhorst bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Er hat „ein sensationelles Spiel“ gemacht, attestierte ihm Coach Nils Muche.

Eigentlich ist der starke Auftritt kein Wunder. „Ich habe schon in der Jugend und auch in der zweiten Herren immer auf der Mitte gespielt“, verrät er. Das habe er von kleinauf gelernt. „Von daher ist es ja quasi meine Position.“ Deshalb habe der Rotenburger auch keine Eingewöhnungszeit in seiner neuen alten Rolle gebraucht. Schon im Spiel gegen den VfL Fredenbeck, in dem er erstmals mehr Spielanteile im Rückraum bekam, überzeugte er durch seinen Mut und Kampfgeist.

Kampfgeist gemischt mit Spielübersicht

Gegen Delmenhorst ergänzte er dieses Repertoire noch durch Torgefahr – nicht nur im Eins-gegen-Eins. „Ehrlich gesagt hat es mich selbst gewundert, dass auch die Würfe aus dem Rückraum so gut geklappt haben“, freut sich Kesselring. Schließlich habe er nicht den härtesten Wurf und sei körperlich auch nicht der größte Spieler. Das sei auch der Grund dafür, weshalb er derzeit lediglich im Angriff spiele – übrigens wie Nowosadtko. In der Abwehr habe der Sportwissenschaftsstudent „körperlich gar keine Chance“, wie er sagt – vor allem nicht gegen die „Schränke“ aus Delmenhorst.

Seine körperliche Unterlegenheit macht Kesselring vor allem aber durch seine herausragende Übersicht wieder gut. Er kann Spiele lesen. Das kommt ihm auch an der Seitenlinie immer wieder zu Gute. Schließlich trainiert der Student noch die C-Jugend des JH Wümme – ein sehr ertragreicher Nebenjob. „Ich lerne viel von der Mannschaft“, erzählt er. Vor allem im Training. Denn: „Manchmal erkläre ich den Jungs verschiedene Übungen und dann stelle ich fest, dass ich das während des Spiels selbst auch nicht mache“, gesteht er. Auch als Trainer lernt man also nie aus.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Meistgelesene Artikel

Tennis-Talent Grohbrüg schwärmt von Zverev

Tennis-Talent Grohbrüg schwärmt von Zverev

Tennis-Talent Grohbrüg schwärmt von Zverev
SG Unterstedt mit Leon Linke zum 9:4

SG Unterstedt mit Leon Linke zum 9:4

SG Unterstedt mit Leon Linke zum 9:4
Ohne Tohoff – reicht es für den großen Wurf?

Ohne Tohoff – reicht es für den großen Wurf?

Ohne Tohoff – reicht es für den großen Wurf?
Walze statt gelber Filzball

Walze statt gelber Filzball

Walze statt gelber Filzball

Kommentare