Torwart führt Team zum Sieg

Kelm die entscheidende „Nuance“ beim TuS Rotenburg

Sören Heyber (r.) nahm bei Rotenburg das Heft in der Schlussphase in die Hand. Hier überwirft er Joscha Jolitz. - Foto: Goldstein
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Sören Heyber (r.) nahm bei Rotenburg das Heft in der Schlussphase in die Hand. Hier überwirft er Joscha Jolitz.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Nach dem Abpfiff beorderte Maik Hoops seine Mannschaft erst mal in die Kabine. „Er will uns wohl was sagen“, vermutete Lukas Misere. Es war ein Lob, das der Co-Trainer des Handball-Oberligisten nach dem 27:23 (12:9)-Sieg gegen den SV Beckdorf loswerden wollte. Und Hoops, am Vormittag selbst erst aus seinem Norwegen-Urlaub zurückgekehrt, musste seinen Puls beruhigen. Immerhin fehlte Coach Nils Muche, da dieser im Dänemark-Urlaub weilt.

Trotzdem war es auf der Bank der Kreisstädter nicht viel leiser als sonst. Die am Knie verletzten Spielmacher Patrick Zahn und Fabian Knappik unterstützten den Co-Trainer auf der Bank lautstark und sogar die Reservisten gaben klare Anweisungen. Das war auch nötig, da Rotenburg die Partie kurz vor dem Ende aus den Händen zu gleiten drohte. „Wir haben uns aber an den Plan gehalten – und das hat geklappt. Es geht auch mal ohne ,Mulle’“, meinte Johann Knodel.

In der 55. Minute gab der erneut überragende Keeper Yannick Kelm der Partie mit seiner Parade gegen Tim Fock bei einem Tempogegenstoß die Wende. Da stand es 22:22. „Das war entscheidend, dass er den gehalten hat“, fand Rolf Ludwig, Vorsitzender des TuS Rotenburg. Hoops, normalerweise hauptsächlich für die Torleute zuständig, stimmte zu: „Yannick ist einfach die Nuance gewesen, die man in solchen Spielen braucht. Und Klaas-Marten Badenhop war im Mittelblock auch bärenstark.“

Vorne nahm derweil Sören Heyber in den Schlussminuten das Heft des Handelns in seine Hände. Dem wurfgewaltigen Rückraumspieler gelangen in den letzten fünf Minuten gleich drei Treffer. Erst warf er zwei Mal rustikal aus neun Metern zum 23:22 und 24:22 ein, dann lupfte er wenig später über Beckdorfs starken Schlussmann Tim Fieritz hinweg zum 26:23 (59.). Nach diesem Tor war sich auch Teammanager und Hallensprecher Michael Polworth sicher: „Das war’s“, verkündete er den rund 350 Zuschauern. So setzte Jens Koch wenig später den Schlusspunkt zum 27:23-Erfolg (60.).

Sechs Zähler Polster zur Gefahrenzone

Auch Hoops war deshalb zehn Minuten nach dem Abpfiff wieder entspannt. Immerhin steht der TuS Rotenburg nach dem vorgezogenen Spiel mit 8:4 Punkten auf dem fünften Rang und hat auf die SG HC Bremen/Hastedt und den SV Beckdorf, die auf den Abstiegsrängen liegen, sechs Zähler Vorsprung. „Das war ein Vier-Punkte-Spiel“, wusste Hoops.

So war die Rückkehr für den ehemaligen Rotenburger Trainer Steffen Aevermann auf der Bank von Beckdorf erfolglos. Und auch sein Linksaußen Klaus Fuhrmann, ein Scheeßeler, nahm trotz seiner zwei Treffer keine Punkte mit.

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