Erster Zweitliga-Einsatz für Schalke 04

17-jähriger Gnarrenburger Topp debütiert am Millerntor

Keke Topp läuft mit dem Ball am Fuß neben James Lawrence auf dem Platz am Millerntor.
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Zweitliga-Debüt mit 17 Jahren: Der Gnarrenburger Keke Topp (links, im Duell mit St. Paulis James Lawrence) durfte ausgerechnet am Millerntor erstmals für das Profi-Team des FC Schalke 04 ran.

Im Zweitliga-Topspiel sammelte Keke Topp die ersten Minuten bei den Herren. Der ehemalige Gnarrenburger verpasste dabei nur knapp die Krönung.

Rotenburg – Die nächste Stufe auf der Karriereleiter – und ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Profi-Fußballer: Keke Topp, Ausnahmekicker aus Gnarrenburg, hat am Samstag in der zweiten Liga seine Premiere auf dieser Bühne gefeiert und wurde im Spitzenspiel seines FC Schalke 04 beim Tabellenführer FC St. Pauli in der 81. Minute eingewechselt. Am Millerntor unterlagen die Knappen zwar mit 1:2, doch Topp ist mit 17 Jahren und 223 Tagen nun einer der jüngsten Spieler, der im Unterhaus debütiert hat. Selbst Rudi Völler (damals Kickers Offenbach) war seinerzeit noch fünf Tage älter.

„Auch wenn ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht hätte, bin ich sehr glücklich, mein Debüt für die Profis gegeben zu haben“, äußerte sich Topp auf Instagram. Erst im Sommer war er nach acht Jahren beim SV Werder Bremen in die Schalker Talentschmiede, zur U 19, gewechselt – ausgestattet mit einem Drei-Jahres-Vertrag. „Ich freue mich auf die kommenden Jahre und die neue Herausforderung“, hatte er damals erklärt. In der vergangenen Woche durfte der Stürmer nun zwei Einheiten bei den personell derzeit gehandicapten Profis absolvieren und empfahl sich prompt für den Kader, der nach Hamburg reiste. In der 81. Minute wechselte Co-Trainer Sven Piepenbrock, der den an Corona erkrankten Chefcoach Dimitrios Grammozis vertrat, Topp dann für Rufat Dadashov ein. Fast wäre der Kreisrotenburger, der die Rückennummer 40 erhielt, sogar zum Helden geworden und hätte sein persönliches Märchen geschrieben: Halblinks an der Strafraumgrenze verarbeitete er der Ball gut und schoss mit rechts flach aufs Tor – Keeper Nikola Vasilj hielt jedoch. „Beinahe hätte Keke Topp in der Nachspielzeit noch auf 2:2 gestellt. Das wäre eine schöne Geschichte für den Jungen und für uns gewesen“, erwähnte auch Piepenbrock die Szene in der Pressekonferenz.

Tor für die deutsche U 16 im Ahe-Stadion

Für Topp ist die Einwechslung eine Belohnung und ein Zeichen für seine stetige Entwicklung. Für die Schalker U 19 hatte er bisher dreimal in acht Spielen der Bundesliga West getroffen. Auch in der Kreisstadt Rotenburg hatte Topp bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen, als er im September 2019 im Trikot der deutschen U 16-Nationalmannschaft beim 2:1-Sieg gegen Österreich im Ahe-Stadion getroffen hatte. „Ich finde, Keke ist ein ganz toller Stürmer, der vor dem Tor eine brutale Ruhe hat und weiß, wo der Ball hin muss“, lobte Cheftrainer Michael Prus damals.

Bis 2013 hatte Topp beim TSV Gnarrenburg gespielt, ehe er zu Werder gewechselt war. Erst im Frühjahr hatten die Gnarrenburger vom Deutschen Fußball-Bund 1 950 Euro für die Ausbildung erhalten. Nun könnte Topp dafür sorgen, dass sein Heimatverein erneut von seiner Entwicklung profitiert – in Form der Ausbildungsentschädigung, die die Deutsche Fußball-Liga für Lizenzspieler bezahlt.

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