Keine Nachbarschaftshilfe

Sottrums Co-Trainer Mathies gibt beim 5:1-Derbysieg in Scheeßel sein Debüt

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Trotz neuformierter Viererkette ließ der TV Sottrum um Louis Jaugstetter hinten kaum etwas anbrennen. Auch Jan Loos (am Ball) bekam das im Laufe der einseitigen Partie zu spüren.

Scheeßel - Von Nicolas Tréboute. Der Blick von Daniel Mathies war mehr als besorgt, als Timo Löber kurz nach Beginn der zweiten Hälfte in Richtung Außenlinie humpelte. Und so setzte der Co-Trainer und künftige Coach des Fußball-Kreisligisten TV Sottrum alles in Bewegung, um seinen Rechtsverteidiger zum Weitermachen zu bewegen.

Doch sowohl gutes Zureden als auch jede Menge Eisspray verfehlten die Wirkung. Obwohl Mathies es offenbar gerne vermieden hätte, war er der einzig verbliebene Einwechselspieler des Meisters und gab in der 56. Minute beim 5:1 (2:0)-Derbysieg beim abstiegsbedrohten SV Rot-Weiß Scheeßel sein Saison-Debüt.

„Das Adrenalin hat ihn gepeitscht. Aber ich bin froh, dass der Linienrichter bei seiner Vorlage die Fahne gehoben hat“, kommentierte Sottrums Coach Vitalij Kalteis den Auftritt seines Nachfolgers mit einem Augenzwinkern. Finn Herwig hatte einen Diagonalball des spielenden Co-Trainers aus der Luft direkt verwertet (86.). Doch das Unparteiischengespann verweigerte dem Treffer wegen einer Abseitsposition die Anerkennung. Für den Ausgang des Spiels war das aber nicht mehr von Belang.

Obwohl die Gäste – teilweise mit Blick auf das Kreispokal-Halbfinale am Mittwoch – nur zwei Wechseloptionen hatten und auch die Viererkette mit Louis Jaugstetter, Lucas Leandro Moreira, Denis Neufeld und Timo Löber nicht eingespielt war, zeigte der Favorit von Beginn an, wer der Chef im Ring ist. Dennoch dauerte es bis zur 23. Minute, ehe Finn Herwig mit einem Kopfball über den verdutzten Sebastian Bretzke hinweg für die Führung sorgte. Spätestens mit dem 2:0 durch Andrej Edel (28.) war klar, dass für Scheeßel nichts mehr gehen würde.

In der zweiten Hälfte ließ die Wieste-Elf Ball und Gegner laufen. Edel (50.), der das Leder nach Vorarbeit von Patrick Brillowski technisch anspruchsvoll über den Spann gleiten ließ, und der zur Pause eingewechselte Matthias Michaelis (55.) schraubten das Resultat weiter in die Höhe. Den fünften Treffer legte nach einem von Mathies eingeleiteten Angriff Brillowski per Tunnel gegen Bretzke nach (68.). Zudem erhielt der Mittelfeldmann einen Ritterschlag des gegnerischen Trainers. „Er ist der Dreh- und Angelpunkt bei Sottrum und ein echter Unterschiedsspieler“, schwärmte Norman Wendland, der zwischenzeitlich zumindest das 1:4 (61.) durch Stürmer Dierk Dreyer zu beklatschen hatte.

Der Trainer erkannte die Überlegenheit des Gegners neidlos an, legte den Finger aber dennoch in die Wunde: „Uns fehlen nicht die Punkte von heute, sondern die gegen die direkten Konkurrenten. Der Relegationsplatz ist jetzt das Ziel.“ Auf diesem steht derzeit der MTSV Selsingen mit drei Zählern Vorsprung.

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