Keeper trifft per Strafstoß gegen Dannenberg / Dreierpack von Patrick Peter

Lohmann macht Kiel den Job bei historischem 7:0 streitig

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Drei-Tore-Mann Patrick Peter war von Dannenbergs Abwehr nur schwer in den Griff zu bekommen. Der Flügelstürmer leitete den 7:0-Sieg ein und setzte auch den Schlusspunkt.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die letzte Szene des Spiels war nur ein kleiner Schönheitsfehler – mehr nicht: Andreas Kiel schritt zum Elfmeter und scheiterte an Keeper Daniel Grabau. Den Mitspielern war es egal, Jan Fitschen auch. Der Coach des Rotenburger SV stapelte zum selben Zeitpunkt bereits die Plastikstühle auf der Tartanbahn von Platz eins der Ahe-Sportanlage zusammen. Mit einem 7:0 (2:0) gegen den Tabellenletzten MTV Dannenberg hatten sich seine Landesliga-Kicker eindrucksvoll aus der Winterpause zurückgemeldet.

Kiel, gerade erst Ende des vergangenen Jahres zum neuen Elfmeterschützen auserkoren, muss nach seinem Fehlschuss – ein Foul von Dramane Kindo an Yannik Malende war vorausgegangen – allerdings um diesen Job zittern. Schließlich hatte Torwart Henner Lohmann bereits in der 77. Minute vom Punkt getroffen, nachdem Atilla Iscan im Duell mit Patryk Krawiec zu Boden gegangen war. Lohmann hatte sich quasi vorgedrängelt, wie er gestand: „Ich habe mir den Ball einfach genommen, denn ich hatte zu Yannik Malende kurz vorher noch gemeint, dass ich auf einen Elfer spekuliere. Da kann ich dann ja nicht kneifen.“

Am Ende standen sogar sieben Tore auf der Habenseite – der höchste Punktspielsieg seit einer gefühlten Ewigkeit. „Ich kann mich nicht daran erinnern“, sagt selbst RSV-Urgestein Tim Ebersbach, der mit ein paar Jahren Unterbrechung schon Anfang des Jahrtausends an die Wümme kam. Betreuer Jörg Matthies geht es genauso. Selbst in der Bezirksoberliga-Saison 2006/2007, in der unter Frank Stresing 110 Treffer erzielt wurden, war kein so hoher Sieg dabei. Dieser tut dem bis dato mageren Torkonto aktuell besonders gut und garantiert zumindest vorerst den Sprung auf Platz zwei.

„Man sieht, dass wir einen Schritt vorwärts gemacht haben und uns auch gegen eine tief stehende Mannschaft Möglichkeiten erspielen. Im Hinspiel haben wir uns beim 2:1 noch einen abgebrochen“, betonte Coach Jan Fitschen – wenngleich sich Dannenberg auch früh in sein Schicksal ergab und defensiv Schwächen offenbarte.

Als RSV-Torgarant entpuppt sich immer mehr Rechtsaußen Patrick Peter, dem gleich drei Treffer gelangen und der insgesamt auf acht Buden kommt. „Vielleicht war es der richtige Gegner zum Einstieg“, meinte er. In der 20. Minute hatte ihm Zwillingsbruder Mirko das 1:0 mit einem langen Pass aufgelegt, sein zweiter Treffer zum 3:0 gelang nach einer Flanke von Rückkehrer Sercan Durmaz, als er sich stark gegen Mikolaj Pujanek durchsetzte (59.). Schließlich verwertete er eine Vorlage von Jelle Röben zum 7:0 (87.). Doppelt traf hingegen Sturmpartner Tim Ebersbach – und zwar zum 2:0 und 4:0, jeweils klasse bedient von Kapitän Kevin Klützke (32./68.). Das 6:0 ging auf das Konto des eingewechselten Malende, dem Iscan den Ball perfekt servierte (81.).

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